Ob der fränkische Reichsritter Götz von Berlichingen sein berühmtes Zitat tatsächlich so hat ausrichten lassen, das weiß man nicht so genau. Doch er war durchaus für seine Respektlosigkeit bekannt und wurde damit durch Goethe sogar weltberühmt. Doch auf wen war er eigentlich so sauer? Und warum? Solchen Fragen kann man mithilfe dieser CD nachgehen. Und man kann sich Gedanken machen über falsche Versprechungen und falsche Freunde.
Johann Wolfgang von Goethe benötigte nur wenige Wochen, um eines der ersten deutschen Ritterdramen zu verfassen und einer historischen Figur auf der Bühne Raum zu verschaffen. Die Einheit von Ort, Zeit und Handlung hat ihn dabei wenig interessiert, was einige Zeitgenossen ziemlich entsetzte. Heute gilt das Stück „Götz von Berlichingen“ – das übrigens nur in der Urfassung die berühmten Worte enthielt, die dann bereits vom Meister selbst eliminiert wurden – als eines der Werke des Sturm und Drang.
Für diese Fassung von Barbara Kindermann vertonte Armin Rohde den Götz. Er ist passend besetzt, liest an manchen Passagen aber vor allem für jüngere Kinder zu schnell. Man muss sich sehr konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren. Besonders vorteilhaft wurden aber die Musikzwischenstücke gewählt – sie transportieren den Hörer gefühlsmäßig direkt ins Mittelalter
Weltliteratur für Kinder: „Götz von Berlichingen“. erschienen im August 2007 bei der Hörcompany. Es handelt sich um eine CD mit rund 50 Minuten Spiellänge – inklusive der Originalauszüge. Sie kostet 13,90 Euro und ist etwa für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Tendenz ausnahmsweise mal eher nach oben.
