Gene, Erziehung, Umwelt: Wie werden wir, was wir sind?

Eine Mutter und ihr Kind

Der Charakter eines Menschen wird durch mehrere Faktoren geprägt. Doch was ist angeboren, und was bewirken Erziehung und Umwelt?








Kleine Persönlichkeiten – im Kindergarten

Am frühesten zeigt sich die Persönlichkeit eines Kindes bereits als Baby – Die einschlägige Wissenschaft spricht hier aber noch nicht von einer kleinen Persönlichkeit, sondern von einem „frühkindlichen Temperament“. Erst im Kindergartenalter zeigen sich die ersten Merkmale eines kleinen Egos. Bis dahin haben die rund 30.000 Gene in unserem Körper vieles festgelegt: Die Augen- und Haarfarbe, den Körperbau, die Musikalität, den Hang zu bestimmten Krankheiten und vieles mehr. Dabei zeigen sich erste Unterschiede im Temperament: Einige Kleinkinder gehen offen auf die sie umgebenden Menschen zu, andere fremdeln, wieder andere reagieren neugierig auf neue Umgebungen oder sind schnell ängstlich – hier zeigen sich erste Grundtendenzen von Persönlichkeit und Temperament.

Grundeinstellung fürs Leben

Das junge Ego weist bereits die Charaktereigenschaften auf, die den Menschen später ausmachen. Allerdings: Innerhalb dieses Spektrums kann man an sich arbeiten: Dabei wird aus einem introvertierten Melancholiker in der Regel nicht gerade der extrovertierte Frontmann einer Rockband werden, aber Erweiterungen und Veränderungen sind möglich, wenn der junge Mensch sich selbst bewusst fördert und fordert: Denn die Persönlichkeit ist erst um das 30. Lebensjahr herum voll ausgebildet.

Die Elternrolle

Haben Gene und das soziale Umfeld den jungen Menschen in Sachen Intelligenz, Begabung und Sozialisation geprägt, sind die Eltern der nächste entscheidende Faktor. Sie haben häufig die Tendenz, ihre eigenen Wünsche in ihre Nachkommen hineinzuprojizieren. Damit sollten sie aber eher zurückhaltend agieren, denn ihre Kinder sind eigenständige Wesen. Nur so können sie ihre eigene Identität voll entwickeln. Besser ist es, Andersartigkeiten ihrer Kinder zu tolerieren, mit ihren Schwächen zu leben und ihre Talente zu fördern – selbige sollten aber eben von den Kindern selbst entwickelt werden können. Das Wichtigste ist: Man gibt den Kindern das Gefühl, dass man sie so liebt, wie sie sind – dann kann man als Elternteil eigentlich nichts falsch machen.


Img: Thinkstock, 179043689, iStock, Photography by Solaria

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