Wer sich jedoch einmal auf die Suche nach der Blütenpracht auf den Azoren begibt, wird relativ schnell fündig werden. Ursache hierfür ist eine große Anzahl an eingeführten Pflanzen, die einst von den Orangenbaronen auf die Insel geholt wurden. Dank des Exportes der Zitrusfrüchte gelangte diese zu Wohlstand und nutzten die hervorragenden klimatischen Bedingungen, um in einen Wettstreit der Blumenkunst zu treten. Der Wille, sich gegenseitig zu übertrumpfen, ließ sie keine Kosten und Mühen scheuen, so dass man die Azoren ohne einen Anflug von Ironie als Blumeninseln bezeichnen kann.
Die Mischung aus milder Wärme und regelmäßigen schuf einzigartige Voraussetzungen für die Blumenpracht, die heute in zahlreichen angelegten Gärten und Parks zu bewundern ist. Einer dieser faszinierenden Orte befindet sich in Furna, das zwar in erster Linie für seine zahlreichen Thermalquellen bekannt ist, aber mit dem Terra-Nostra-Park zu den schönsten Orten der Hauptinsel Sao Miguel gehört. Einst gehörte das Anwesen dem Amerikaner Thomas Hickling, der hier die ersten Exoten anpflanzen ließ, heute gehört es zum gleichnamigen Traditionshotel.
Auf den Azoren lassen sich Pflanzenarten finden, die selbst in hiesigen Tropenhäusern oder Botanischen Gärten nicht existieren. Wer sich einmal auf diese Weise den Azoren nähern möchte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht enttäuscht.
