Autodesigner werden: Ausbildung und Studienmöglichkeiten

Ein Autodesigner arbeitet nicht nur am Look eines Autos, sondern muss gleichzeitig dafür sorgen, dass er der Linie des Herstellers entspricht, Innovation und Tradition vereint und auch vom Kosten-, sowie physikalischem Standpunkt eine gute Figur macht.

Eine Autodesigner Ausbildung ist allerdings kein Leichtes.

Autodesigner Ausbildung – geht das?

Eine Autodesigner Ausbildung, demnach ohne Abitur und Studium, wird eigentlich nicht angeboten und bringt auch wenige Chancen bei den großen Firmen mit sich. Da es viel auf Technik, wirtschaftliches Wissen, Grafikdesign, Computertechniken und andere theoretische Grundlagen ankommt, ist ein Studium an einer Hoch- oder Fachschule der beste Weg, um Autodesigner zu werden und auch später Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, weshalb man vorsichtig mit Ausbildungsstätten sein sollte. Große Autofirmen wie etwa Audi bieten zwar eine Ausbildung im Produktionsdesign an, dabei werden aber vor allem einzelne Produktteile, nicht das Außendesign des Autos selbst gelehrt. Diese Ausbildungen eignen sich jedoch gut als Vorbereitung für das Studium und werden gerne in den Bewerbungsunterlagen gesehen.

Autodesign Studium

Spezifisch als Autodesigner kann man sich nicht überall in Deutschland einschreiben, oftmals winkt eher das Designstudium, beziehungsweise das Industrial Design mit einer entsprechenden Spezialisierung, so an der Fachhochschule München. In einigen Universitäten wird immer noch der Diplom Studiengang angeboten, doch immer mehr Universitäten schalten auf BA/MA.

Bewerbung

Für ein Design Studium braucht man für gewöhnlich Abitur und eine ausgezeichnete Bewerbungsmappe mit Skizzen und Zeichnungen, die das eigene Talent und die eigene Kreativität präsentieren. Dabei sollte man sich nicht nach der ersten Absage entmutigen lassen, die Mappe jedoch auch nicht auf die leichte Schulter nehmen und Skizzen aus dem Kunstunterricht einwerfen. Oftmals hilft es auch, vor der Bewerbung die Hochschule zu besuchen, um sich ein Bild vom Stil des hiesigen Designs zu machen. Die meisten Universitäten beginnen ihre Studiengänge im Wintersemester, normalerweise bewirbt man sich ca. 4-6 Monate vor Studienbeginn.
Viele Universitäten heißen Praktika und Ausbildungen im dementsprechenden Fachbereich willkommen, weshalb man vorher unbedingt zumindest ein Praktikum absolviert haben sollte.

Auswahl der Universitäten, die ein Autodesigner/Industrial Design Studium anbieten:

ABK Stuttgart
Kunsthochschule Halle
FH Joanneum (Graz)
FH Osnabrück
Folkwang Universität (Essen)
HGK Zürich
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
HS Darmstadt
HS Magdeburg
HS München
HS Pforzheim
KH Berlin
Kunst Universität Linz
Leipzig School of Design (Privat Universität)
Muthesius KH Kiel
TU Dresden
TU München
UDK Berlin
Uni Wuppertal

Autodesigner Studium in Pforzheim

Wer bereits während des Studiums die Gelegenheit haben möchte, Ideen und Skizzen vor großen Firmen zu präsentieren, der ist beim Transporation Design Studium an der HS Pforzheim am besten untergebracht. Unter den weltbekannten Professoren James Kelly und Lutz Fügener kann man sowohl BA als auch MA in insgesamt sieben Semestern abschließen. Für viele Studenten winken Praktika und Stipendien von renommierten Autofirmen, eine Gelegenheit, die nicht jede Universität bieten kann.

Begabtenprüfung

Einige Unis, darunter die HS Pforzheim, bieten eine sogenannte Begabtenprüfung an, bei der die fachlichen Voraussetzungen für das Studium nicht erfüllt sein müssen, wenn die künstlerischen Fähigkeiten außerordentlich gut sind. Da sich das vor allem durch die Mappe schließen lässt, sei noch einmal wiederholt, dass man viel Zeit und Mühe in sie investieren sollte.

Eines sollte man sich merken, so kreativ man im Studium auch sein darf, sobald man in das Berufsleben eintritt, heißt es erst einmal Fitzelkram und Detailgestaltung, wer aber auch dort seine Motivation und Kreativität behält, kann es auch irgendwann einmal zum kompletten Auto schaffen.

Weiterführende Links:

http://www.gestaltung.hs-pforzheim.de/no_flash.html#

Foto: Michael Shake (Fotolia)

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