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    Start » Mobiles Surfen
    Älter werden

    Mobiles Surfen

    6. Juli 20064 Minuten Lesezeit

    Auf dem kleinen MDA Compact 2 findet sich auch eine Version
    des Internet Explorer. Da die Bildschirme der PDAs aber fürchterlich klein
    sind, können normale Internetseiten damit nur sehr stark eingeschränkt
    dargestellt werden. Optisch kein wirklicher Genuss. Zum Glück hat T-Mobile
    diesen Mangel erkannt und mit www.t-zones.de
    ein Internetangebot speziell für mobile Endgeräte erstellt. Auf diesem sog.
    Portal finden sich Links zu Internetseiten, von denen es auch spezielle
    PDA-Versionen gibt.

    Natürlich ist das aufgelistete Angebot sehr klein, aber mir
    reicht es. Schließlich brauche ich nicht zehn verschiedene Wetterdienste und
    zwei bis drei Nachrichtenportale sind mir auch genug. Insbesondere das Angebot
    des Spiegel ist wirklich sehr gut mobil nutzbar, fast wie eine Zeitung.

    Die Bedienung des PDA beim Surfen ist bauartbedingt eine
    Katastrophe. Man braucht sehr gute Augen und/oder eine Lupe, um die kleinen
    Links zielgenau anklicken zu können. Gleiches gilt für die bei Bedarf
    eingeblendete Bildschirmtastatur. Nach kürzester Zeit ist man derart genervt
    von den vielen Stolpersteinen, dass man sich entschließt, künftig nur noch im
    äußersten Notfall nach den unabdingbarsten Informationen zu suchen.

    Unproblematisch hingegen ist der Zugang zum Internet als
    solcher. Da der MDA Compact 2 zusätzlich auch ein Handy ist, kann man ohne
    technischen Zusatzaufwand einfach über GPRS online gehen. Und genau dieser
    Umstand brachte mich auf eine glorreiche Idee.

    Mein Notebook habe ich dabei. Damit schreibe ich ohnehin
    meine Beiträge, weil das mit dem MDA nun wirklich nicht geht bzw. viel zu viele
    Nerven kosten und viel zu lange dauern würde. Den MDA kann man mittels eines
    USB-Kabels mit dem Notebook verbinden und wenn der MDA ins Internet gehen kann,
    dann müsste es doch auch möglich sein, mit dem Notebook über den MDA online zu
    gehen. Ein verlockender Gedanke! Alle Einschränkungen passé.

    Also flugs nochmal den Pocket-Internet-Explorer (so heißt
    das auf dem MDA installierte Browserchen) angeschmissen und nach „MDA Compact
    als Funkmodem“ gegoogelt. Mehrere Treffer, es muss also gehen. Schnell die
    verschiedenen Anleitungen durchgesehen und mit Mühe den entsprechenden
    Modemtreiber für den Notebook herunter geladen. Nun habe ich den Treiber auf
    dem MDA, aber nutzen tut er mir nur auf dem Notebook….

    Nach längerer Bedenkzeit fasse ich den Entschluss, den MDA
    per Infrarot an das Notebook zu koppeln und dann die Treiberdatei rüber zu
    leuchten (oder wie nennt man das bei Infrarotübertragungen?). Klappt auch. Gut.
    Bei der Installation auf dem Notebook stürzt mir dieser ungefähr zehn Mal ab.
    Aber letztlich klappt es dann doch und Notebook und MDA sind per USB verbunden.
    Der MDA identifiziert sich auch als Modem. Alles scheint zu passen.

    Allein die Verbindung ins Internet will und will nicht
    funktionieren. Nach stundenlanger Recherche in diversen Foren über den kleinen
    Bildschirm des MDA befallen mich Kopfschmerzen ob des angestrengten Schauens
    und mein Finger lassen sich schon gar nicht mehr schmerzfrei ausstrecken. Ich
    befürchte Gichtschübe. In mir wächst die Erkenntnis, dass ich es nicht schaffen
    werde, die beiden Mobilcomputer in meinem Sinne miteinander zu verbinden. Nach
    weiteren zwei Stunden gebe ich es letztlich auf.

    Rückblickend wundere ich mich darüber, dass eine eigentlich
    einfache Problemstellung wie das Verbinden zweier dafür auch ausdrücklich
    geeigneter Geräte mittels eines kurzen Kabels einen derartigen, am Ende noch
    dazu nutzlosen Aufwand erzeugen kann. Welcher normale Computernutzer soll denn
    da nicht verzweifeln? Ich befasse mich seit fast 25 Jahren mit PCs und deren
    Vorläufern und darf mich daher wohl ruhigen Gewissens schon mal mindestens als
    Fortgeschrittenen bezeichnen, aber was machen Menschen, die nicht auf derartige
    Erfahrungen, die mir auch nichts genützt haben, zurückgreifen können?
    Erzählen Sie mir Ihre Computermisserfolge. Es lebt sich
    leichter, wenn man sich sowas mal von der Seele schreibt. Entweder hier in den
    Kommentaren oder per Email an dieter.petereit@googlemail.com. Nicht verzweifeln!

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