Die Aymara sprechenden Indianer aus den Anden sehen das alles ein wenig anders. Wo wir Normalos davon sprechen, die Zukunft noch „vor uns“ zu haben und ein wenig erquickliches Erlebnis der Vergangenheit „hinter uns zu lassen“, schütteln die Indianer bei so einem weltverdreherischen Unsinn nur den Kopf und rücken das Universum gerade: was man weiß, kann man sehen, also ist das vorne, wo man etwas sieht. Also liegt die Vergangenheit vor uns. Darüber wissen wir etwas. Worüber man nichts weiß, da kann man auch nichts sehen und das liegt logischerweise hinten, wo wir keine Augen haben. Enorm.
Rein von der Argumentation her ist dagegen schwierig etwas einzuwenden. Gerade wenn wir uns die immer wieder kehrenden Versuche der Futurologen ansehen, die Zukunft zu beschreiben. Stimmt, hellsichtig ist das nicht. Man kann das durchaus hinter sich lassen.
Es ist bei den Indianern nicht nur ein sprachlicher Manierismus, sie gestikulieren auch passend. Wenn wir vorwärts in die Zukunft blicken und auch beim „Westward Ho“ da hin zeigen, gestikulieren die Indianer nach hinten, wenn sie von der Zukunft sprechen.
Nur, ist das einfach nur eine andere Sprache oder denkt man auch anders, wenn die Zeit so dargestellt wird? Probieren Sie es aus: Stellen Sie sich ein beliebiges Ereignis in der Zukunft vor. Wo stellen Sie sich das vor? Egal wo, verschieben Sie es nach hinten, hinter sich. Fühlt sich schräg an, nicht?