Darum sollte beim nächtlichen Schweiß immer eines beachtet werden: Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten und regelmäßig, das heißt also im schlimmsten Fall in jeder Nacht auftreten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.
Mögliche Ursachen für nächtliches Schwitzen
Häufig sind die Ursachen für starken Nachtschweiß eher harmlos: Die Bettdecke ist für die sommerlichen Temperaturen zu dick, der Heizkörper im Schlafzimmer auf volle Power gestellt oder der Vorabend war durch zu viel Alkohol- und Nikotinkonsum sowie scharfes Essen geprägt. Auch zu kalte Räume können die Schweißproduktion übermäßig anregen. Psychische Probleme (z.B. Angst) können die Symptome ebenso hervorrufen, wie die hormonellen Veränderungen innerhalb der Schwangerschaft oder Wechseljahre und Infekte. Gerade während der Inkubationszeit einer Grippe kommt es sehr häufig zu Nachtschweiß.
Bei ernsten Ursachen kann nächtliches Schwitzen als erste Warnzeichen einer schweren Erkrankung interpretiert werden. Meist begleiten dann noch weitere Krankheitszeichen wie Fieber, Gewichtsverlust oder weitere Beschwerden das nächtliche Schwitzen. Starker Nachtschweiß ist in diesen Fällen oft ein Anzeichen für Rheuma, HIV, Tumore, Lymphome, Leukämie und Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion).
Per Definition handelt es sich beim Nachtschweiß, der medizinische Ursachen hat, übrigens um derartig starke und anhaltende Symptome, dass der Betroffene deutlich eingeschränkt ist und beispielsweise in der Nacht aufwacht oder die Bettwäsche wechseln muss. Medizinisch wird dieser übermäßige Nachtschweiß als nächtliche Hyperhidrose bezeichnet.
Schnelle Hilfe bei Nachtschweiß
Wenn das nächtliche Schwitzen nicht auf eine medizinische Ursache zurückzuführen ist, kann es einfach an der schlechten Belüftung des Bettes, des Raumes oder an der falschen Bettdecke liegen. Das sind einfache Ursachen, die man leicht überprüfen kann. Verschwinden die Beschwerden aber nach der Veränderung der Schlafbedingungen nicht, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.
Nächtliches Schwitzen und Hyperhidrose
Neben dem ausschließlich nächtlichen Schwitzen gibt es auch noch das Phänomen der Hyperhidrose. Dies bezieht sich generell auf starkes Schwitzen, nicht nur in der Nacht. Hyperhidrose steht meistens in Verbindung mit einer übermäßigen Aktivität der Schweißdrüsen und sollte ebenfalls von einem Arzt behandelt werden.
