Ich bin selbst ein Mensch, der sich gern mit Freunden trifft und ständig auf der Suche nach interessanten Lokalitäten ist, trotzdem gibt es immer wieder eine Bar, zu der ich jederzeit gerne zurückkehre und ihre Vorzüge genieße. Sie liegt im Berliner Bezirk Friedrichshain, ist eher klein und beschaulich, aber besitzt einen Kamin. Ich bin immer noch nicht sicher, ob es letztendlich der Kamin gewesen war, der mich dazu bewogen hatte, die Bar das erste Mal zu betreten, er hatte zumindest einen großen Anteil daran.
Während viele Lokalitäten mit einem gewissen Image leben, kann „meine“ Bar keiner bestimmten Kategorie zuordnet werden. Weder ist sie die Spelunke um der Ecke, wo man Bier für einen Euro trinken kann und auf Menschen trifft, denen es selbst im nüchternen Zustand schwer fällt sich zu artikulieren, noch gehört zu jenen Trendbars, die mit Happy Hour, Karaoke oder einer noblen Verpackung um Aufmerksamkeit haschen. Hier treffen sich einfach viele Menschen, der Rentner, der hier regelmäßig seinen Abend beschließt, der Vertreter, der sich nach seiner täglichen Hatz nach Ruhe sehnt, der Student, der hier mit seinen Freunden inspirierende Gespräche führt oder die Verliebten, die sich im Schimmer des Kamins in die Arme sinken.
Hinter der Bar werkeln Menschen, die auch noch woanders arbeiten und deshalb nicht weltfremd erscheinen. Die gute Mischung aus aufmunternden Gesprächen, gemeinsamen Lachen und Ärgern, all das macht diese Bar zu meiner Bar!
