Es ist kaum verwunderlich, dass die Exeo-Reihe auf der Vormodellserie des aktuellen Audi A4 basiert, gehören doch beide Unternehmen nun seit geraumer Zeit zum Volkswagenkonzern.
Die Ähnlichkeit mit dem Avant ist schon verblüffend. Doch der Exeo ist nicht nur die günstigere Alternative zum A4 Avant, unter Umständen ist er sogar noch ein wenig besser als der Ingolstädter.
Auch wenn er auf dem „alten“ Avant basiert, so ist es den Spaniern doch gelungen, neue Designakzente zu setzen. Klare Formen, hohe Seitenlinien, aggressive Scheinwerfer, ein verchromter Kühler und sportliche Lufteinlässe: das keilförmige Design lässt sich durchaus als gelungen bezeichnen.
Zwar gibt Seat hier der Optik den Vorzug vor der Praktikabilität, so dass im Normalbetrieb nur 442 Liter und mit umgeklappten Sitzbänken 1.180 Liter Kofferraumvolumen zu Verfügung stehen, aber dennoch ist dies ein annehmbarer Kompromiss.
In Sachen Ausstattung und Preis, zieht der Exeo seinem Konzernbruder Avant beinahe davon.
Drei Benzinaggregate von 102 bis 200 PS und zwei Dieselmotoren mit 143 und 170 Pferdestärken empfehlen sich für den Platz unter der pfeilförmigen Motorhaube. Alle fünf Maschinen werden mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert und erfüllen problemlos die Euro5-Norm.
Schon in der Basisversion („Reference“) wartet der Exeo mit 16-Zöllern aus Stahl, sieben Airbags, einer zweistufigen Klimaanlagen und Nebelscheinwerfern auf. In der „Style“-Version gibt es dann schicke Alu-Felgen, Tempomat, Regensensoren und ein Lichtpaket. Zur Variante „Sport“ gehören selbstverständlich Sportsitze und 17-Zöller in Aluminium. Ergänzt wird diese Top-Variante mit Lederlenkrad und Armlehnen. Aber damit sind noch längst nicht alle Möglichkeiten erschöpft. Noch drei weitere Pakete hat Seat für seine Kunden parat: „Convenience“, „Style Plus“ und „Sport-Plus“ bieten noch mehr Ausstattungsvielfalt.
Die recht gut ausgestattete Basisversion des Exeo ST ist in der 1.6er Benziner-Variante wohl schon für runde 22.000 Euro zu haben. Ein vergleichbarer A4 Avant mit etwas stärkerer Maschine kostet dagegen mitunter mindestens 31.000 Euro.
Spätestens beim Preis lässt also der Seat Exeo ST seinen „großen Bruder“ Audi A4 Avant dann doch stehen. Aber er ist mehr, als nur die Sparvariante des Ingolstädters.
