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    Start » Marketing ist tot
    Finanzen & Handel

    Marketing ist tot

    24. Juni 20063 Minuten Lesezeit

     Diese Anlehnung an ein weltberühmtes Zitat kommt nicht von ungefähr. Denn das Marketing, wie es an den Hochschulen gelehrt wird, wie es von den selbst ernanntn Gurus immer noch gepredigt wird und wie es auch die in die Jahre gekommenen Marketingleiter und CEOs immer noch vertreten, hat ausgedient. Vielmehr wird eine völlig neue Sichtweise und auch ein neues Selbstverständnis von Marketing benötigt.

    Doch bleiben wir noch mal beim alten, dem Marketingmix und den Maßnahmen die jeder Marketier irgendwo in Petto hat. Geht es um Reichweite gibt es Werbung, Promotions und Events. Geht es um Image spielt die Presse eine Rolle, geht es um Inhalt vor allem Direktmarketing, Broschüren und so weiter. Das ganze kombiniert mit eine, soliden Produktbezug und natürlich gewürzt mit einer großen Prise Preis. Man nimmt sich viel Zeit um Kampagnen vorzubereiten, durchzuführen und zu messen um ganz am Ende doch wieder ausschließlich durch Abverkäufe den Umsatz zu steigern.

    Manchmal habe ich den Eindruck diese Leute leben auf der Insel der Glückseligen und merken gar nicht, was um sie herum passiert: Trends kommen und gehen immer schneller, Produktlebenszyklen werden kürzer,  Kunden werden immer individueller und auch die Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Kunden werden vielfältiger. Warum nur bleibt der Großteil der Marketiers in den alten Strukturen hängen? Warum ist immer das wichtigste ein einheitliches Design aufzubauen, noch bevor man überhaupt sich mit dem Kunden beschäftigt hat. Warum  steckt man soviel Geld in Werbung, wo doch jeder selbst weiß, daß die kaum noch betrachtet wird? Warum gibt das T-Unternehmen soviel Geld für ein Bundesligasponsoring aus und verliert gleichzeitg massiv Kunden, weil die internen Prozesse nicht stimmen? Fragen über Fragen, die zu beantworten mir schwer fällt. Ich weiß nur, daß Marketing so wie es bis jetzt größtenteils gemacht wird, nicht mehr lange erfolgreich sein wird.

    Ein Grund dafür ist immer noch die vorherschende Trennung zwischen den Prozessen und den Inhalten. Warum darf ein Pressesprecher nicht über Inhalte reden, sondern muß die Produktspezialisten dazu nehmen? Ein weiterer Grund ist die
    Trennung der Dsiziplinen im Marketing. Warum gibt es eine PR Abteilung, eine IR Abteilung, eine Direkt Marketing Abteilung und so weiter, die sich gegenseitig nicht grün sind? Es geht doch um die Vermittlung einer konsistenten Aussage. Dritter, aber nicht letzer Grund. Der Kunde als Person mit Werten, Gefühlen und einem eigenen Kopf spielt in den Marketingabteilungen keine Rolle. Er ist zu Segmenten zusammengefaßt die doch bitteschön alle so agieren sollen, wie man das selbst vorher denkt. Das schlimmste Beispiel dafür ist für mich die werberelevante Zielgruppe von 14 – 49. Mal abgesehen davon, daß es außerhalb dieser Gruppe auch noch Menschen gibt, die Werbung aufnehmen, so gibt es doch innerhlab dieser Gruppe so massive Unterschiede die es unmöglich machen auch nur ein Zehntel zu erreichen.

    Marketing stehe also am Scheideweg. Oder liege ich falsch?

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