Wer „Eisblume“ sind weiß man nicht detailliert. Die Sängerin Ria soll süße 20 sein und mit dem Songwriter Michael Bodenski zusammenarbeiten, der auch für Subway to Sally tätig ist. Hört man sich die ersten drei Lieder der Kombo an, ist das auch kaum zu leugnen. Die Texte sind ein wenig schwer, sehr lyrisch und tief. Dieser Eindruck wird durch die zuckersüße Stimme der jungen Sängerin mal abgefedert, mal verstärkt. Im großen und ganzen bleibt ein guter Eindruck zurück. Der Sound siedelt sich am Gothic-Metal an, der ja gerade wieder leichten Aufwind hat und klingt für mich auch ein wenig nach Filmmusik. Zu einem traurigen, etwas düsteren Disney-Zeichtrickfilm könnte ich mir Lieder wie „Louise“ oder „Eisblumen“ wunderbar vorstellen. Dieser Eindruck wird nicht zuletzt durch die Optik verstärkt, denn die Band zeigt sich nicht selbst, sondern in sehr düster-stylischen Animationen, die an Mangas erinnern. Ein weiterer Trend, nicht erst seit Tokio Hotel.
Wer selbst einmal in düstere Sphären und geheimnisvolle Geschichten entgleiten möchte, kann dies auf der Myspace-Präsenz oder wahlweise auch auf der offiziellen Webseite der Band tun. Wer sich hier für einen kostenlosen Newsletter anmeldet erhält den Derek Van Krogh-Remix von Eisblume „Unter dem Eis“ kostenlos. Außerdem kann man hier auch das Video zu ersten Single anschauen und ein paar wenige Infos zu den Menschen hinter „Eisblume“ erhaschen.