Wer nun aber denkt, dass man schnell mal nach Deutschland kommen und schnell einen Test absolvieren kann, um in den „Genuss“ der deutschen Staatsbürgerschaft zu kommen, sieht sich getäuscht, denn es gelten bestimmte Voraussetzungen: Es müssen ausreichend Deutschkenntnisse vorhanden sein, ein muss ein rechtmäßiger Aufenthalt von acht Jahren absolviert worden sein, es sollte ein gesicherter Lebensunterhalt bestritten werden können und man muss sich zur deutschen Verfassung bekennen. Dies herauszufinden ist Aufgabe der Länder, aber bundesweit sehr umstritten.
Welchen Hintergrund hat dieser Einbürgerungstest nun? Bringen Fragen zu den Gebieten "Politik in der Demokratie", "Geschichte und Verantwortung" und "Mensch und Gesellschaft" den Menschen näher an das Land, in dem er zukünftig leben möchte? Das ist doch eher zu bezweifeln, sind es doch selten moralische, sondern mehr wirtschaftliche Beweggründe sein Heimatland zu verlassen. Die Identifikation dürfte wohl kaum durch einen Einbürgerungstest erreicht werden, zudem er beliebig oft wiederholt werden kann.
Wer einmal einen Blick auf den umstrittenen Einbürgerungstest in Baden-Württemberg werfen möchte, sollte hier schauen.