Das war nichts. Das war gar nichts, was die Münchner dort gestern auf den Rasen gezaubert haben. Gut, es fehlten eine Reihe wichtiger Spieler, allen voran Toni und Ribery. Doch eine Spitzenmannschaft, wie der FC Bayern München sollte selbst diese Kicker für ein Spiel mal ersetzen können. Auch dürfte die Athmosphäre im Hexenkessel nicht als Ausrede gelten. Schließlich muss der FCB in der Bundesliga auch in prall gefüllten Stadion Gesänge voller Hass und Hohn über sich ergehen lassen. Der Rasen entsprach wahrlich nicht den gewohnten Ansprüchen. Es wirkte eher einem Acker, einem Sumpf, in dem die Bayern zu versinken drohten. Offensichtlich und verständlich konnten die Münchner dort nicht ihr Kurzpassspiel ausziehen. Doch sollte das die Lösung sein für die kommenden Konkurrenten? Einfach den Rasen kurz vor dem Anpfiff noch einmal umgraben und mit Vierecken der nachbarschaftlichen Kuhwiese bestücken? Ich hoffe nicht!
Dieses Experiment sollten die Vereine, schon aus gesundheitlichen Gründen ihrer eigenen Spieler, nicht wagen. Und schlussendlich hat es ja ohnehin nichts genützt. Zwar stand der FCB am Rande einer Niederlage. Doch mit einem jugendlichen Schlussspurt gelang die Aufholjagd und der erwartete, wenn auch nicht gänzlich verdiente, Sieg. Sicherlich war Glück dabei. Und noch viel sicherer wird der Toni Kroos nicht in jedem Spiel an zwei Toren direkt beteiligt sein.
Doch der FCB hat sich nicht aufgegeben. An seine Stärke geglaubt und sich schlussendlich durchgeduselt.
Genau so, wie sie die meisten ihrer Meistertitel erringen konnten.
Also doch alles in Ordnung in der blau-roten Fussball-Welt
