Mir rund 105.000 Hektar Gesamtweinbaufläche ist Deutschland eine eher kleine Weinanbaunation, die sich jedoch vor den Großen nicht verstecken muss. Denn bei den meisten deutschen Winzern gilt das Prinzip "Qualität statt Quantität". Dies beweisen sie die insgesamt 13 Weinanbaugebiete, die dem Weingenießer eine facettenreiche Auswahl von überzeugenden Weinen liefern.
Da Deutscher Wein nahe dem 51. Breitengrad angebaut wird, welcher als nördlichste Klimagrenze für den Weinanbau gilt, reifen die Trauben verhältnismäßig langsam und werden meist Mitte Oktober gelesen.
Auch ausländische Weinliebhaber schätzen die vielfältigen Weinstile.
Der Weinbau ist mit der Tradition Deutschlands eng verwoben – in jedem Glas steckt ein großes Stück deutscher Kultur.
Daher apelliere ich an Weinfreunde, nicht immer gleich nach ausländischen Etiketten zu schielen, sondern den deutschen Wein genauer unter die Lupe zu nehmen. Jedes der 13 Weinanbaugebiete hat unterschiedlich ausgebaute Rebsäfte zu bieten, die oft Weltklasseniveau besitzen und probiert werden sollten.
Wieso in die Ferne schweifen, wenn der Genuss oft so nah ist?
Die 13 deutschen Weinanbaugebiete:
Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Sachen, Württemberg
Die deutsche Qualitätsbewertung für Weine (in aufsteigender Reihenfolge):
Tafelwein, Qualtitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA), Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese (BA), Trockenbeerenauslese (TBA), Eiswein
