Dabei handelt es sich bei der offenbar ausgesprochen beliebten falschen Schreibweise um etliche Fehler gleichzeitig. Zum einen ist „Billard“ mit einem zweiten „i“ eine fast-konsequent phonetische Art das Lehnwort zu schreiben (noch passender wäre vermutlich so etwas wie „Billjart“), zum anderen ist es in einer anderen Sprache durchaus richtig – im Englischen wird das Spiel mit Kugeln und Cue tatsächlich „billiard“ geschrieben. Hier wurde also im Deutschen ein französisches Wort dem Englischen entnommen.
Nun wird man nicht jedem, der „Billiard“ schreibt unterstellen können, dass soweit gedacht wurde und die im Deutschen falsche Schreibweise sich auf das englisch richtige bezieht. An dieser Stelle kommt dann wieder der erste Fall zum Tragen, nämlich die Schreibweise der Aussprache anzupassen.
Wie es so häufig passiert setzt sich etwas durch, je öfter man es sieht und „Billiard“ ist da keine Ausnahme. Wenn man also nicht unbedingt eine Billard-Halle in England aufmachen möchte, sollte man sich doch an die aus dem Französischen stammende und in Deutschland richtige Schreibweise „Billard“ gewöhnen. Oder man spielt statt dessen Snooker. Bei dieser Variante ist dann die Art, das Wort zu schreiben weniger kompliziert als dessen Regeln.