Kennen Sie das? Sie stehen auf, laufen los und der Schmerz schießt Ihnen bei jedem Schritt in die Ferse. Die Beschwerden bessern sich zwar nach einigen Metern, doch der nächste Gang tut anfangs wieder genauso weh.
Beschwerden wie diese sind typisch für den so genannten Fersensporn. Diesem Krankheitsbild liegt eine andauernde Überanstrengung des Fußes zu Grunde. Die Beanspruchung führt dazu, dass an den Bändern feine Risse entstehen. Sie werden vom Körper zwar geflickt, allerdings wird dabei Kalk verwendet. Dauert die Belastung weiter an, bildet sich so im Lauf der Zeit ein dornartiger Knochenauswuchs. Und der kann eine Entzündung der Sehnen hervorrufen, wodurch dann die Schmerzen entstehen.
Was ist zu tun?
Zunächst sollte man baldmöglichst einen Arzt aufsuchen, denn ein Fersensporn entwickelt sich nicht selten zu einer langwierigen, wochenlang anhaltenden Angelegenheit. Frühzeitige Therapie kann dies verhindern. Zu den ersten Maßnahmen gehören Fersenkissen sowie spezielle Locheinlagen, die dafür sorgen, dass das Gewicht verteilt und die Bänder entlastet werden. Gegebenenfalls werden zudem entzündungshemmende Medikamente verabreicht.
Nützt das nichts, sollte man andere Wege gehen. Manchen Patienten hat die Homöopathie weitergeholfen. Einige Naturheilkundler therapieren dieses Leiden u.a. durch die Verabreichung von Kügelchen mit isländischem Lava-Gestein. In manchen Fällen haben sich Krankengymnastik und Kälte- oder Elektro-Therapie bewährt. Steckt eine Fußfehlstellung dahinter, empfiehlt sich der Gang zu einem Osteopathen oder Kraniosakraltherapeuten. Dort wird man versuchen man die Ursache durch sanfte Handbewegungen zu beheben. Im allgemeinen klingen die Beschwerden spätestens nach ein paar Monaten wieder ab. Werden sie chronisch, ist eine OP der letzte Ausweg.
Allgemein gilt die Devise: Solange es weh tut, muss der Fuß geschont werden. Bessert sich das Befinden, ist Bewegung angesagt. Zur Vorbeugung sollte man künftig Schuhe mit dämpfenden Sohlen tragen, sich vor dem Sport künftig gut aufwärmen und – natürlich – alle Risikofaktoren vermeiden
