Ganz abgesehen von der Frage ob Postkarten eigentlich noch zeitgemäß sind – ich finde schon, denn wie soll man eine sms an seine Pinnwand heften, um zu sehen aus welchen Teilen der Welt man schon angeschrieben wurde – kommt man doch ins grübeln über das kleine Wörtchen „senden".
Grundsätzlich gilt: Grüße können sowohl gesendet als auch gesandt werden, denn bei dem Verb senden stehen im Präteritum und im zweiten Partizip regelmäßig gebildete Formen neben unregelmäßigen Formen, also: senden – sendete/sandte – gesendet/gesandt. Das erleichtert die Angelegenheit, denn so kann man nach Gusto entscheiden, ob man nun Urlaubsgrüße versandt oder versendet hat. Im Allgemeinen werden aber die Formen sandte/gesandt etwas häufiger verwendet.
Gleiches gilt auch für die zusammengesetzten Verben absenden, entsenden, übersenden, versenden, zurücksenden, zusenden etc.: „Sie sandten/sendeten Urlaubsgrüße", „das gestern versandte/versendete Päckchen", „Wann wurde der Brief abgesandt/abgesendet?".
Im Bereich der Technik, d. h. in der Bedeutung „ausstrahlen", werden dagegen nur die Formen mit „e" gebraucht: „Die Liveübertragung wurde im dritten Programm gesendet", „Sie sendeten alle fünf Minuten ein Signal".
Na dann, schönen Urlaub. 😉
Quelle: Duden-Newsletter 11.08.2006
