Rund ein Dutzend Schulen in ganz Berlin meldeten Unregelmäßigkeiten beim Prüfungsablauf. So wurden Spickzettel sicher gestellt, auf denen die gesamten Lösungen für die Aufgaben notiert waren. Einzelne Zeugen berichten davon, dass man vor den Schulen die Aufgaben auf Zetteln verteilte, dass die Lösungen für 50 Euro oder einer Einladung zum Bürgeressen.
Damit steht Bildungssenator Zöllner erheblich unter Druck, denn dieser Skandal könnte ihm womöglich das Amt kosten. Die Verwaltung hat mittlerweile sogar Anzeige erstattet, um den Schuldigen schnellstmöglich zu finden. Wie man die undichte Stelle finden möchte, ist allerdings unklar.
In Baden-Württemberg existieren die Einheitsprüfungen bereits seit über 50 Jahren, in Brandenburg ist dies auch schon gängige Praxis. Allerdings werden dort die Aufgaben einen Tag vor den Prüfungen an die Schulen gebracht, währenddessen die Aufgaben in Berlin schon seit über 14 Tagen an den Schulen verweilten. Ob darin die Ursache liegt, muss noch geklärt werden.
Weil es aber auch einen Großteil von Schülern gibt, die nicht betrogen haben, hat sich jetzt eine Initiative gegründet, welche die Wiederholung der Prüfungen verhindern möchte. Ausgang offen, aber irgendwie typisch Berlin.
