Die Sache ist ganz einfach: Man braucht die gleiche Anzahl Frauen und Männer, einen Ort, an dem sie sich treffen, etwas Organisationstalent und einen Fragebogen, auf dem kaum mehr steht als: „ja, ich will Frau „a" und „b" wieder treffen. Der Zettel geht an eine Moderatorin oder einen Moderator, der sie auswertet und den Teilnehmern dann am nächsten Tag mitteilt, ob Amor getroffen hat. Technisch läuft die Sache so, dass die Damen an festen Tischen sitzen und die Herren von Tisch zu Tisch wandern (das geht natürlich auch umgekehrt) und sich etwa drei bis sieben Minuten erzählen können, wie wertvoll sie als Partner sind – dann kommt die oder der Nächste an die Reihe, bis alle durch sind.
Ob die Sache etwas taugt, ist umstritten. Viele Menschen finden toll, dass man den Anderen sofort beschnuppern kann, anderen dröhnt der Kopf, wenn sie das dritte, vierte oder letzte Mal die Anpreisungen des Gegenübers hören. Die meisten, so wollen Experten wissen, hören freilich gar nicht zu – gewählt wird, wer sexy aussieht.
Ob sich da der Mensch zum Menschen findet? Unter vorgehaltener Hand sagen ihnen die Leute schon mal, wofür sich oft jemand findet: fürs Bett – mehr sei ohnehin nicht gefragt.