1. Erwünschte Gewohnheit benennen
Unsere Gewohnheiten sind es, die die Qualität unseres Lebens ausmachen. Es sind die Dinge, die wir ganz von alleine, leicht, fast selbstverständlich, ohne Aufwand tun.
Im ersten Blog zu diesem Thema habe ich angekündigt: „Ich fange heute an zu laufen!" Das ist zwar nett, doch meist nicht mehr als ein Neujahrswunsch. Ich nehme jetzt im folgenden mich als Beispiel. Die erwünschte Gewohnheit benennen, bedeutet:
a) Die Gewohnheit beschreiben: Ich bewege mich täglich eine halbe Stunde. Das kann sein Laufen, Rad fahren, tanzen oder walken.
b) Das Ziel benennen, das ich damit verfolge: Ich möchte mich wohler fühlen; ausdauernder sein beim Treppensteigen; vielleicht sogar etwas abnehmen und das leise Lästern meiner regelmäßig walkenden Frau dadurch kontern; in Gedankenfluss kommen und mein Hirn ebenso in Bewegung bringen.
c) Alternativen benennen, wenn etwas dazwischen kommt: Ich erlaube mir bei beruflichen Anlässen mit mir nachsichtig zu sein.
d) Ein Meßlatte bestimmen, an der ich meine Erfolge und auch mein Scheitern ablesen kann: Ich lege eine Tabelle an mit 31 Spalten und acht Zeilen. Die Spalten entsprechen den Tagen. In die ersten Zeile schreibe ich die Art der Bewegung; in die Zweite die Zeit, die weiteren sind 10 Minuten-Intervalle, die ich mit einem , oder markieren will, um meine Stimmung zu vermerken.
d) Den erwünschten Ablauf benennen: Laufen will ich solange, wie ich kann, in dem Tempo, das mir behagt. Tanzen werde ich frei. Radfahren möglichst ohne Absteigen und Walken in flottem Schritt.
2. Erklärung / Verkündigung / Commitment
Das heißt: Ich erzähle bei jeder Gelegenheit von meiner Absicht und meinem Tun. Ich informiere meine Familie. Ich auch kleine Zeiteinheiten, um mir wenig Möglichkeiten zum Ausweichen zu geben.
3. Anerkennen
Für jeden Anfang werde ich mir innerlich auf die Schulter klopfen. Ich gehe spätestens nach einigen Schritten in einen freundlichen Zustand, das heißt immer wieder lächeln. Dazu spreche ich mir Mut zu.
4. Soviel, dass mit einem Erfolg aufgehört werden kann.
Ich will mich nur soviel bewegen, wie ich gut meistern kann.
Beim nächsten Mal will ich Ihnen von meinen Erfahrungen berichten.
Abschließen möchte ich heute mit Samuel Johnson: Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, daß man sie gar nicht spürt. Doch wenn man sie spürt, sind sie schon so stark, daß sie sich nicht mehr zerreißen lassen.
