In Fachkreisen heißt sie meistens nur „Schwacke“: Die Schwacke-Liste ist nach ihrem ersten Herausgeber, dem Fachmann für Automobile, Hanns W. Schwacke erfunden und Ende der 1950-er Jahre erstmals als „Marktbericht für Gebrauchtwagen“ herausgegeben worden. Als Anreiz für die Schwacke-Liste diente das so genannte „Blue Book“, ein amerikanisches Vorbild.
Die Schwacke-Liste für jedes Gefährt
Seitdem hat sie sich immer weiter entwickelt und wird laufend aktualisiert. Zur besseren Übersicht ging man irgendwann dazu über, sie in die Kategorien Nutzfahrzeuge, PKW und Motorräder zu ordnen, aber auch sehr spezielle Schwacke-Listen zum Thema Geländewagen, Lkw, Boot und Reisefahrzeugen gibt es mittlerweile.
Die Handhabung der Schwacke-Liste
In der Schwacke-Liste selbst stehen immer nur Serienmodelle, die zwar einen Durchschnittspreis verraten, aber für ein richtiges Geschäft nicht taugen. Um den tatsächlichen Wert des eigenen Klein- oder Sportwagens zu berechnen, muss man mit den eingetragenen Größen dieser Durchschnittsmodelle und der zusätzlichen Listenwerten arbeiten. Derartige Korrekturtabellen beziehen sich auf variable Merkmale wie individuelle gefahrene Kilometerzahl, Extras, Termin der ersten Zulassung. Die Berechnung des Werts eines Wagens anhand der Schwacke-Liste wird damit zwar weitaus komplizierter, aber auch sehr genau.
Die kostenpflichtige Schwacke-Liste kann man im Netz bestellen oder herunterladen. Eine einfache Liste für einen PKW kostet z.B. um die 50 €.
