Ist das nicht schön? Nachdem ich am Sonntagabend schon fassungslos den Tränen nah auf den Bildschirm starrte und nicht fassen konnte, wie ein so großer Ballkünstler das innere seines Kopfes gen Null fährt und das Äußere mit Inbrunst auf das Brustbein seines Gegners drückt.
Nachdem sich unsere südlichen Nachbarn nicht so rühmlich durch die Vorrunde gekämpft haben und eigentlich erst gegen uns gezeigt haben, das sie mit dem Ball mehr anfangen können, als ihn 88 Minuten hin und her zu schieben und durch einen theatralischen Schwalbenelfmeter weiter in die nächste runde zu kommen, verbreitet sich weltweit eine ganz besondere Stimmung, dass hier irgendwas nicht stimmt.
Natürlich haben die identitätsverliebten Römer, zusammengesetzt aus Lombarden, Kampaniern, Venetiern und Kalabresen (Zitat: Roberto Calderol), alles gegeben. Natürlich auch, um im eigenen Land vergessen zu machen, dass Juventus demnächst in der 3. Liga spielen sollte, was jetzt natürlich nicht mehr der Fall sein wird.
Und was kommt jetzt? Ich glaube, das richtige Endspiel hat gerade erst begonnen. Das Fifa-Reglement sieht harte Strafen für Beleidigungen vor. Zwar liegen dem Weltverband noch keine Beweise gegen den italienischen Verteidiger vor, aber wer das Wort TERRORIST noch nicht mal kennt, hat nicht nur den 11. September verschlafen, sondern kurze Beine, eine lange Holznase, eine Freundin namens Gina und muß sich ständig vor einem Fuchs und Kater mit Brille und schmieriger Lache verstecken.