Der Angriff der israelischen Luftwaffe kam nicht nur für die Menschen im Gazastreifen überraschend. Selbst für neutrale ausländische Beobachter war die Militäroffensive ein kaum vorsehbares Ereignis, hatte die israelische Regierung doch den Palästinensern ein Ultimatum bis Sonntag gestellt, um anschließend über militärische Massnahmen zu entscheiden.
Unter dem Namen „Gegossenes Blei“ hat Israel nun begonnen, den Gazastreifen unter Beschuss zu nehmen, um vermeintliche Hamas-Stellungen zu eliminieren. Mit der Begründung die eigene Zivilbevölkerung schützen zu wollen, die durch den permanenten Raketenbeschuss militanter Palästinensergruppen in ständiger Angst lebe, wird der Gazastreifen systematisch bombardiert.
Die möglichen Folgen des Angriffes sind bislang nicht abzuschätzen, lediglich jener Fakt, dass mittlerweile mehr als 300 Menschen ums Leben kamen und mehr als 1.000 verletzt wurden.
Eine richtige Einschätzung der Lage dürfte wohl jedem schwer fallen, selbst die Menschen vor Ort scheinen keine Lösung für den ständig schwellenden Konflikt finden zu wollen. Den politischen Grossmächten bleibt lediglich die Ohnmacht, möchte man doch niemanden Verprellen. So bleibt es bei den üblichen Unmutsbekundungen.
Dieser Fanatismus, von denen einige Menschen getrieben werden, verhindert jegliche Lösung des Konfliktes. Auf die oder andere Art wird dieser Krieg nie zu gewinnen sein, wenn man nicht bald zueinanderfindet – übrig bleiben zerstörte Häuser, verbranntes Land und unendliches Leid.