Wildnis erleben in Deutschland

Das Jahr 2006 steht unter dem Motto „Natürlich Naturparke“, anlässlich
des 50-jährigen Bestehens der deutschen Naturparks. Die Veranstaltungen und
Aktionen im Jubiläumsjahr sollen zeigen, was Naturparks heutzutage für Natur
und Landschaft sowie als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum mit und für
den Menschen leisten und sie dadurch stärker ins Licht der Öffentlichkeit
stellen

Der Naturpark Saar-Hunsrück an der deutsch-französischen
Grenze ist nur einer der insgesamt 93 Naturparks, die es in Deutschland heute
gibt. Zusammen nehmen sie nahezu ein Viertel der Fläche unseres Landes ein. Im
Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg liegt die reizvolle
Fluss- und Mittelgebirgslandschaft des Naturparks Saar-Hunsrück. Romantische
Bachläufe, bizarre Felsenlandschaften, ausgedehnte Wälder und Weinberge prägen
das Landschaftsbild.

Seltene Tiere und Kulturdenkmäler

Naturliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Eine artenreiche
Flora und Fauna lockt Besucher und lädt zum Erholen und Verweilen ein. Wer
richtig hinschaut, kann seltene Pflanzenarten finden, wie etwa die Gelbe Narzisse,
Arnika und Orchideenarten wie die Waldhyazinthe. Auch seltene Tiere kann man
mit Glück beobachten, wie Stein- und Rauhfußkauz, Braunkehlchen, Bekassine und
Haselhuhn.   

Doch auch kulturhistorische Denkmäler aus der Zeit der
Kelten, Römer sowie dem Mittelalter gibt es zu entdecken. Sehenswert sind unter
anderem der keltische Ringwall „Hunnenring“, die rekonstruierte römische
Tempelanlage bei Tawern oder die mittelalterliche Stadt Saarburg mit der
gleichnamigen Ruine (12. Jh.). 

Schmuggeln für Anfänger

Der Naturpark bietet unterschiedliche Aktivitäten für die
interessierten Besucher an: von der romantischen Mühlenwanderung oder dem
Eseltrekking bis zum „Schmugglerpfad“. Eine geführte Wanderung entlang der
alten Schmugglerpfade an der deutsch-französischen Grenze entführt einen in
vergangene Zeiten. Von der Not getrieben füllte hier mancher Grenzgänger seinen
Rucksack mit Schmuggelware, wie Tabak, Kaffee, Südfrüchte, Seidenstrümpfe oder
Schnaps. Der Besucher wandert zwischen den Regionen, dabei kann er sogar selbst
zum Schmuggler werden und versuchen das Auge des Gesetzes bei einer
Zollkontrolle zu überlisten. Na dann mal los.

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