Vom Hörspiel zum Lichtspiel

Als vor 42 Jahren das erste Buch der „drei Fragezeichen“ erschien hat niemand mit dem durchschlagenden Erfolg dieser Reihe gerechnet. Alleine in Deutschland haben sich die Hörspielkassetten bis heute 23 Millionen Mal verkauft. Inzwischen sind die Sprecher der drei Jungs aus Rocky Beach zu kleinen Popstars avanciert. Auf diversen Live-Veranstaltungen wurden sie bereits frenetisch von ihrem Publikum gefeiert.

Family Entertainment?

Und nun soll auch das ganz große Geld fließen. Die Hamburger Produktionsfirma Studio Hamburg International Productions (SHIP) hat sich die Rechte an einigen Büchern gesichert und produziert seit Februar 2006 den ersten Kinofilm in Südafrika. Für das Projekt wurden elf Millionen Euro locker gemacht um einen internationalen Erfolg zu landen. Dazu wurden bereits vor Monaten in L.A. junge Schauspieler gecastet und  erfolgreiche Autoren verpflichtet um das alte Plot aufzupeppen.

Was dabei letztendlich herauskommt bleibt abzuwarten. Laut Produzent Ronald Kruschak wird der Film „ein zeitgemäßer Family Entertainment Detektivfilm werden“. Das klingt doch sehr nach dem üblichen Hollywood-Einheitsbrei á la „Harry Potter“ bei dem Kids wie Erwachsenen gleichermaßen von seichter Unterhaltung berieselt werden. Doch die wahre  „drei Fragezeichen“-Basis verlangt nach mehr!

Die echte Atmosphäre!

Das was diese Serie so zeitlos gemacht hat: die einzigartige schummerig-gruselige Atmosphäre gepaart mit eigenwilligen Charakteren. Justus, Peter und Bob waren nie die typischen Protagonisten. Ihr Auftreten in den Büchern und Hörspielen war immer unkonventionell und etwas eigenartig. Genau wie die Fälle, die sie zu lösen hatten. Ein „drei Fragezeichen“-Abenteuer bot nie wirkliche Überraschungen, war aber trotzdem immer spannend und bekam durch Justus Jonas Schlußfolgerungen am Ende einer Episode immer einen passenden kriminalistischen Abschluss.

Diese spezielle Mischung aus besonderen Charakteren, Geschichten und Schauplätzen macht das aus, was die drei Detektive so erfolgreich hat werden lassen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Produzenten dies zu Herzen nehmen und sich nicht zu sehr am sonstigen, so genannten, „Family Entertainment“- Einheitsbrei orientieren.

Eine Meinung

  1. Also das die es vom Kinderbuch zum Film geschaffte haben, finde ich super….Sind ja einer der bekanntesten. Der film ist eigentlich auch recht interessant.

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