Ups, das war die Aorta!

Die Erfindung des 3D-Chips hat ja die Darstellung der heutigen Computerspiele komplett revolutioniert, aber mal ehrlich: Warum fällt den Designern denn nichts anderes ein, als damit zugegebenermaßen beeindruckend echt wirkende Variationen von Soldaten und Kriegsgeräte in sicherlich beeindruckend echt wirkende Schlachtfelder zu setzen? Ja, klar haben wir früher mit Plasiksoldatenarmeen gespielt und die Plastikpanzer fuhren die Schützengräben in den Sandkästen kaputt. Aber doch nicht nur!

In 3D-Grafik kann man doch auch mal völlig andere Dinge darstellen. Zum Beispiel den Menschlichen Körper und seine Organe. Die Arztsimulationen „Life and Death“ und „Life and Death 2: The Brain“ machten trotz Blockgrafik und Einfachsthandhabung (die „Simulation“ bestand lediglich darin, ob man mit dem richtigen Instrument an der richtigen Stelle der Grafik die richtige Taste drückte) einen Mordsspaß (5 Euro in die Wortspielkasse).

Wie viel mehr Spass würde es also machen, eine wirkliche, detaillierte 3D-Ansicht zu haben? Angesichts dessen, daß ganze Wälder, Städte und tausende von Gegenständen darin realistisch und physikalisch korrekt dargestellt werden, sollte es doch kein Problem sein, den Körper und seine Organe ebenso physikalisch richtig als 3D-Umgebung aufzubauen, darin Flüssigkeiten, Druck, Festigkeit der Gefäße und andere Werte zu integrieren und die Abhängigkeiten der Organfunktionen einzubauen und darzustellen. Man kann Geräte simulieren und auch die Auswirkungen auf den Körper („Schicken sie den Müller runter zum Röntgen, Schwester!“ – „Aber der war die Woche schon fünfzehn Mal!“ – „Egal! Ich bin hier der Arzt“), man kann Medikamente einsetzen und man kann auch einen Stationsbetrieb drumherum simulieren.

Das alles ist mit den heutigen Mitteln der Computergameprogrammierung locker drin, die entsprechenden Engines, die Physik, die Wirtschaftssimulationen dafür gibt es schon. Man könnte also ein ultrarealistisches Chirurgiegame schreiben, das einen am Ende dazu befähigt, zur Not einen Blinddarm zu entfernen (Warum lachst Du? Man behauptet ja auch, daß man mit genügend Flugsimulatorerfahrung eine Chessna fliegen könnte).
 Wie wärs also? Wer macht sich da mal an die Arbeit? Ich helf auch gern.

7 Meinungen

  1. Ne Cessna kann man auch ohne Flugsimulatorerfahrung fliegen.Sagt mir meine Flugsimulatorerfahrung.Mist.

  2. Da würde ich jetzt erstmal auf „Trauma Center: Under the Knife“ für den knuffigen Nintendo DS hinweisen wollen.

  3. Hmmmnja, ich hatte noch überlegt, es zu erwähnen, aber das ist so gar nicht das, was ich meine…

  4. Wenn das unser Gesundheitsministerium liest, kommen die noch auf die Idee einer „Gesundheitsreform: Do it yourself“. Ach ja, und bitte im Spiel nicht die Forcefeedback-Unterstützung vergessen – damit es bei der Arbeit mit der Knochensäge auch so richtig schön rumpelt …

  5. Forcefeedback, wie geil! Da müssen die Controller aber noch besser werden, im Moment rumpeln die ja nur son bissel. Ich stell mir das aber ganz großartig widerlich vor, wenn der Joystik am Controller das Gefühl zurückgibt, in eine Wurst zu schneiden, wenn man das Skalpell ansetzt…

  6. Mitte der Neunziger gab es wohl eine Kliniksimulation namens „Theme Hospital“, wo ziemlich verrückte Krankheiten auf ebenso verrückte Art und Weise gehilt wurden, aber selbst operieren durfte man nicht. Ausserdem war das noch alles in Comic-Grafik.

  7. ich habe das game gerade entdeckt und bin am verzweifeln weil diese verdammten blinddarm operationen immer in der der Leichenhalle enden 😉 aber eine fortsetzung wäre schon sehr wünschenswert

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