Umschwärmt, genial, rastlos: Salzburg feiert Mozart

Am 27. Januar dieses Jahres wäre Wolfgang Amadeus Mozart 250
Jahre alt geworden. Als seine Geburtsstadt ist Salzburg eng mit dem Künstler
verbunden. Die verschiedenen Themenführungen der Salzburger Fremdenführer wollen
für ein lebendiges Mozart-Bild sorgen. Verteilt über das ganze Jahr wird an 10
Nachmittagen ein Spaziergang unter dem Motto „Freund-lich Köst-lich
Mozärt-lich“ angeboten, bei dem Heiteres und Kurioses aus dem Leben des
Künstlers erzählt wird.

So kann man beispielsweise auf der Tour „Ein Mädchen oder
Weibchen wünscht Papageno sich“ erfahren welche Frauen der junge Musiker  in Salzburg
betört hat oder welche Rolle die Mutter und die Schwester in seinem Leben
spielten. Eine weitere Tour beschäftigt sich mit den beiden Wohnungen der
Familie Mozart, die sich in der Getreidegasse und am Makartplatz befinden.

Während „Mozarts Wirtshaustour“ durch Salzburg erfährt man,
dass das Musikgenie vom gebratenen Kapaun im Stiftskeller St. Peter ins
Schwärmen geriet, das Erdbeereis im Staiger’schen Cafe, dem heutigen Tomaselli,
hingegen weniger seinen Geschmack traf. Die Teilnehmer der Tour nehmen Suppe,
Punsch, Hauptspeise und Dessert in verschiedenen Gaststätten ein, die einen
Bezug zu Mozarts Leben haben. Zur Verdauung dürfen sie zum Abschluss noch einen
Menuett-Tanzkurs absolvieren.

Klassische und
alternative Mozartbilder

Weitere Ausstellungen und Veranstaltungen anlässlich des
Jubiläums sind unter anderem die große Sonderausstellung Viva! MOZART im Salzburger
Museum Carolino Augusteum oder die Lunch-Concerts. Zur Zeit Mozarts waren
Mittagsmusiken äußerst beliebt. Viele seiner Kompositionen wurden extra dafür
geschaffen. Im Mozartjahr wird diese Tradition mit den Lunch-Concerts wieder
aufgegriffen.    

Ein ganz anderes Bild des Komponisten findet man auf dem
Ursulinenplatz am Rande der Salzburger Altstadt. Dort steht eine, vom deutschen
Künstler Markus Lüpertz entworfene, Skulptur, die für einiges Aufsehen sorgte. Die
„Hommage“ an Mozart zeigt einen nackten Körper, mit breitem Becken und
weiblichen Brüsten. Auf dem Kopf sitzt eine typische Rokokoperücke, allerdings
in gelb. Ein empörter Salzburger gestaltete die Statue um, indem er ihr ein
sittsames Federkleid aufmalte, um daraus einen „Papageno“ zu machen. Der
Vorfall verursachte über 30.000 Euro Restaurierungskosten.   

www.mozart2006.at

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