Tschüss, Frau Herman

Bereits der Artikel „Die Emanzipation – ein Irrtum?“ in der Mai-Ausgabe von Cicero, dem „Magazin für politische Kultur“ hatte eine Debatte über die Rolle der Frau in der Gesellschaft hervorgerufen. Besonders schön ist die – freilich gegenteilige – Reaktion der taz-Chefredakteurin Bascha Mika in der Juni-Ausgabe („Nichts gegen Östrogen oder Testosteron. Sofern sie sich an der richtigen Stelle entfalten. Nun, ja, bekanntlich vernebeln zu viele Hormone das Denken im Hirn“). Dass Eva Hermann die Frage, ob der Feminismus „ein verhängnisvoller Irrtum“ war, in ihrem Buch „Das Eva-Prinzip“ (VÖ: September 2006) dann auch noch über 200 Seiten auswalzt, dürfte noch einiges mehr an Unmut von Frauenverbänden etc. hervorrufen.

Eva, Bettina und der Elch

Gut, sagt sich jetzt auch die „Tagesschau“, die Frau ist nicht mehr tragbar, die lassen wir gehen, und wenn irgendwann der Ärger vorbei ist, darf sie vielleicht wiederkommen. Und so verschwindet Eva Herman vorerst wieder da hin, wo sie herkam, nämlich im Dritten Programm, wo sie ihre schicken rosé- und lachsfarbenen Kostümchen nur noch beim Quiz „Wer hat’s gesehen“ und neben Bettina Tietjen in der Talkshow „Herman und Tietjen“ zur Schau stellen. Außerdem hat "Miss News & Wetter Juli 2006" jetzt eben mehr Zeit, das neue Buch und die alten Bücher (u. a. „Vom Glück des Stillens“, „Mein Kind schläft durch“) zu promoten, neue Bücher zu schreiben, und allerhand Schabernack mit Co-Moderatorin Bettina zu treiben. So wie neulich, als das Maskottchen ihrer N3-Sendung, der Elch HermanTietjen (wohnhaft im Wildpark Schwarze Berge), mit seiner Kuh Emmi zwei Elchchen gekriegt hat. Die haben die Moderatorinnen dann auf die Namen Julia und Jörg getauft. Auch schön.

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