Transparency International vs. Moni

Alles begann am 13. Januar.
(Weiß noch jemand was an diesem Tag passierte? Nein? Ich auch nicht.) Moni
stellte einen Beitrag in 
ihr Weblog.Darin schilderte sie die
persönlichen Erfahrungen einer guten Freundin ihrerseits, mit der Nicht
Regierungsorganisation (NGO) Transpanrency International. So weit, so
unverfänglich – dachte Sie.
 
Dann kam erst einmal lange
Zeit nichts…bis zum 24. März 2006.
 
An diesem Tag erreichte Moni
der Brief des Justiziars und Ethikbeauftragten (schöne Kombi) von TI. Inhalt:
Sie möge doch ihren Beitrag bis Sonntag 24.00 Uhr entfernen, andernfalls drohe
eine „strafbewehrte Unterlassungserklärung und ggf. eine einstweilige Verfügung“.
Für mich als Nichtjuristen hört sich das schon ganz schön gefährlich an.
 
Moni änderte den Beitrag daraufhin ab und fügte ihrerseits noch eine Erklärung bei, in der sie betonte, weder
TI noch sonst wem Schaden zu wollen. Sondern das sie lediglich die Erfahrungen
einer Freundin wiedergegeben habe.
 
Der Justiziars und
Ethikbeauftragte wiederum fand gar nicht gut, das Moni seinen Brief gleich mit
auf die Seite stellte um der Welt kund zu tun, was ihr im Moment wiederfährt.
Also drohte er erneut mit juristischen Schritten – das kennt man ja schon.
 
In der Zwischenzeit  wurde jedoch die Blogosphäre auf den Fall
aufmerksam – womit TI wohl nicht rechnete. Moni bekam (zu Recht!) viel Zuspruch
und wurde ermuntert, sich von der angeblich ach so transparenten, gutwilligen
Organisation, nicht einschüchtern zu lassen. Udo Vetter, Betreiber des sehr
interessanten lawblogs,  bot ihr seine Hilfe an und übernahm ihre
juristische Vertretung.
 
Langsam wurden auch die
klassischen Medien aufmerksam. Und so berichteten Focus, Tagesschau und heute auch die Süddeutsche. Das Netz war ja sowieso schon lange dabei.
 
Die Diskussion über den Fall
und die Unterstützung für Moni ging derweil in der Blogosphäre munter weiter.
Unter anderem führte sie dazu, dass sich die Besucherzahlen auf Monis` Weblog
verzehnfachten (!) und TI „gnädigerweise“ anbot, keine weiteren gerichtlichen
Schritte zu unternehmen.

Ob aus dieser, viel zu späten Einsicht, Realität wird,
bleibt abzuwarten, denn bis jetzt wissen weder Moni noch ihr Anwalt offiziell etwas davon.
 
Warum gerade TI also einen Preis für gute Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit bekommen soll, bleibt
wohl auf Ewig ein Rätsel.
 
Ich vermute, das letzte Wort
ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

Ne komplette Chronologie der Ereignisse hier.

3 Meinungen

  1. „Warum gerade TI also einen Preis für gute Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit bekommen soll, bleibt wohl auf Ewig ein Rätsel.“Nö, TI-D’s PR gegen Korruption ist einfach beispielhaft. 🙂

  2. Wenn TI denn doch ach so gut ist, hätten sie die aktuelle Geschichte wohl besser nicht dem schlechtbezahlten Pressepraktikanten anvertraut.

  3. So schnell wie die Angelegenheit aufkam, hat sie sich auch wieder erledigt.

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