Suite No. 3 GmbH: GF Tacke verweigert Auskünfte – Bislang keine Insolvenz beantragt

Die Verwirrung um die Hotel-Marketingfirma Suite No. 3 wird immer stärker. Laut Insolvenzgericht Stralsund sei bislang kein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden. Just dies hatte aber Geschäftsführer Sebastian Tacke in einem eMail an seine Hotelpartner angekündigt. Am 14. November 2008 informierte Tacke seine Hotelpartner mit folgendem Wortlaut: „Eigenes Scheitern anzuerkennen tut weh. Ich muss Ihnen hiermit mitteilen, dass die Suite No. 3 GmbH kurzfristig Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen wird. Auf unser Bitten hin hat eBay soeben sämtliche durch uns gelisteten Angebote gestoppt. Es tut mir Leid, dass es uns nicht mehr möglich ist, das Geschäftsmodell weiter zu verfolgen. Der vom Gericht noch zu beauftragende Insolvenzverwalter wird Ihnen mitteilen, wie Sie Ihre offenen Forderungen anmelden können.“

Mehrere Käufer von Hotelgutscheinen berichten im Hotelblog davon, dass sie entweder ihre Gutscheine beim Hotel nicht einlösen konnten oder erst gar keinen Gutschein erhielten oder auf Rückfragen keine Antwort erhielten.

Tacke verweigerte zuletzt die Auskunft zu einer Presseanfrage mit der Begründung: „Die Darstellung in den Medien ist mir zu selektiv.“ Seinem bisherigen Geschäftsfeld, der Vermarktung von Hotelgutscheinen bei ebay.de, gibt er nicht mehr viele Chancen: „Ich denke, dass es für das derzeitige System bei eBay keine große Zukunft gibt. Bereits vor einiger Zeit haben wir eBay ein Konzept vorgestellt, wie man aus dem Gutschein-Markt einen Reisemarkt entwickeln kann. Dies wurde von eBay mit Hinweis auf die Verantwortlichkeit von eBay USA leider nicht unterstützt.“

Lesen Sie dazu auch:
Suite No. 3 GmbH: Verwirrung um Insolvenz-Ankündigung (21. November 2008)
Hotelvermarkter Suite No. 3 meldet Insolvenz an (20. November 2008)

4 Meinungen

  1. Ich habe am 5.9.08 bei der Fa. Suite No 3 einen Voucher für das Hotel Ambiente in Heidelberg ersteigert. Seitens des Hotels wurde angegeben, dass der Gutschein seine Gültigkeit verloren hat, da die Fa. Suite No 3 einen Insolvenzantrag gestellt hat.
    Aufgrund der Ungereimheiten, ziehe ich In Erwägung bei der StA Stralsund Strafanzeige wegen Betruges gegen Herrn Tacke zu stellen.
    F. Goebel

  2. … stellt sich hier nicht die Frage, eine neutrale Anlaufstelle „auf die Beine zu stellen“, wo alle betroffenen Gutscheine (Voucher) zentral erfaßt werden. Die Zentrale sollte von einem Juristen beraten werden. Dieser sollte auch alle betroffenen eBayer vertreten. Anbieten würde sich, dass für alle eine SAMMEL-Betruganzeige gegen den General Manager, Herrn Sebastian Tacke, gestellt wird. Auch sollte schnellstmöglichst ein Musterprozeß eingeleitet werden. Ferner wäre die Frage juristisch zu klären, ob in erster Linie die Hotels in die Pflicht genommen werden müssen. SuiteNo3 war ja nur der Vermittler. Mit den Hotels ist m. E. ein Vertrag ein Vertrag zustande gekommen. Von Vorteil wäre es auch, wenn der Insolveznverwalter nur einen – kompetenten – Ansprechpartner hätte. Der Werdegang bzw. die ausgelösten Schritte könnten im Internet für alle Beteiligten sichtbar gemacht werden. Läßt sich so etwas realisieren? Und wer hat „das bessere Wissen“, solch eine Aufgabe zu übernehmen? Wenn sich jeder der ca. 10.000 Betroffenen mit 5 Euro beteiligigen würde, stünde der Zentralstelle ein ein Betrag von 50.000 Euro zur Verfügung. Mit diesem Betag ließe sich m. E. schon etwas anfangen.
    E. Neumann (08.12.08)

  3. Hallo Egon,

    bist wirklich ein Träumer, der von der juristischen Realität keine Ahnung hat. Produziere nur weitere Kosten. Ran an den“ Tacke!“!!!!!! Macht ihn fertig. Germeinsam sind wir stark.
    Da hat mal einer Mut bewiesen, aber jetzt kommen alle Sicherheitsangestellte und Beamte und wollen ihn fertig machen.

  4. Hallo,

    leider bin ich auch davon betroffen. Ich habe für das Hotel Royal in Stralsund im August 2008 einen Gutschein ersteigert und auch brav bezahlt. Im Sommer bis weit nach November war alles ausgebucht, so dass man mich damals auf Anfang 2009 vertröstete. Nun wollte ich den Gutschein einlösen. Keiner geht mehr ans Telefon und hier im Internet habe ich dann erfahren, dass der Verein zahlunsgunfähig ist und schon wahr. Das grenzt schon etwas an Betrug. Kann mir denn jemand den derzeitigen Sachstand verraten und wo man sich hin wenden kann um evtl. sein Geld wieder zu bekommen. Immerhin sind es bei mir an die 100 € und das ist für mich viel Geld.

    Vielen lieben Dank.

    LG I. Sterz

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