Stanislaw Lem ist tot

Bekannt geworden ist Stanslaw Lem mit seinen Science-Fiction-Romanen (40 Bücher),
beispielsweise durch „Der futurologische Kongress“ (1974) oder „Gast im Weltraum“ (1955) . Während der
sozialistischen Diktatur in Polen war die fantastische Literatur ein probates Mittel, Andersgedachtes in 
der Erzählung zu codieren. Nach dem Zusammenbruch der Potemkinschen Dörfer
gab es keinen Grund mehr dafür, und Lem widmete sich ganz praktischen
und aktuellen wissenschaftlichen und politischen Fragen. Er schrieb für Zeitungen und 
verfasste einen Bestseller über Informatik. „Es gibt auf der Welt recht
interessante Geschehnisse, besonders das kommende
Informationszeitalter, über die ich gerne als hausbackener Informatiker
und nicht mehr als Poet schreiben will.“, so Lem in einem Interview
mit
Florian Rötzer. Das tat Lem dann auch, ganze zehn Jahre noch. Gestern
verstarb der „klügste Mann Polens“  84-jährig in Krakau. 

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