Serien-Renaissance bei Sat.1

Ähnlich wie der Schwestersender ProSieben sucht jetzt auch Sat.1 den Erfolg vermehrt durch eingekaufte Lizenzprogramme. Bei Werbekunden und Publikum Reputation durch die Entwicklung eigener Serien aufzubauen, ist mühselig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Jüngstes Beispiel: der "Lotta in Love"-Flop bei ProSieben. Jetzt soll frische Hollywood-Ware für gute Quoten sorgen.

In der Sonntags-Primetime gibt es bei Sat.1 ab 13. August daher keine alten Spielfilme mehr, sondern die dritte Staffel er bewährten Krimiserie "Navy CIS" (20.15 Uhr) und im Anschluss (ab 21.15) die neue US-Serie "Criminal Minds". Für Sat.1-Chef Roger Schawinski entspricht die Rückkehr zur Lizenzserie den Wünschen des Publikums: „Amerikanische Serien werden von den Zuschauern in Deutschland wegen ihrer hochwertigen Machart immer mehr als Programm-Highlights wahrgenommen – ähnlich wie die Hollywood-Blockbuster. Deshalb ist es nur konsequent, dass wir am wichtigsten Abend der Woche diese Programmfarbe zum ersten Mal ins deutsche Fernsehen bringen."

Mit "Criminal Minds" holt sich Sat.1 jetzt, nach Vox und RTL mit den "CSI"-Formaten, ebenfalls ein Profilerteam des FBI ins Programm. Die fünf Ermittler (Chef: Emmy-Preisträger Mandy Patinkin) sind Spezialisten für extrem schwierige Fälle, sie "kümmern sich um alle Psychos": Serienmörder, die mit normalen Methoden nicht zu fassen sind. Dazu gibts im Team einen einfühlsamen Familienvater, Experten für Sexualverbrechen und Persönlichkeitsstörungen sowie, als wandelndes Lexikon, eine Intelligenzbestie mit drei Uni-Abschlüssen. Ihr erster Fall: ein Sexualstraftäter, der junge Frauen beim Autokauf zu mörderischen Probefahrten einlädt. Sympathische Helden, solide Spannung aber wenig spektakuläre Drehbucheinfälle: "Criminal Minds" wird CSI-Fans ein wenig zu blass erscheinen.

Eine weitere US-Serie setzt Sat.1 ab Dienstag, 15. August ein. Hollywood-Star Geena Davis feiert in "Welcome, Mrs. President" ihr Fernseh-Debüt in der Rolle der neuen US-Präsidentin Mackenzie Allen, die nicht nur ihren Job, sondern auch ihren Ehemann und die beiden Töchter unter Kontrolle halten muss. Gegenspieler der Präsidentin ist Nathan Templeton, gespielt von Donald Sutherland. In den USA legte der Sender ABC mit „Welcome, Mrs. President" den erfolgreichsten Serien-Neustart der letzten Saison hin. Diesen Erfolg würde Sat.1 sicherlich gerne wiederholen.

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