Senioren Sex

Der alte Sexprotz Philip Roth ist zurück. Und die Frauen lieben ihn dafür. Kann er seine in die Jahre gekommenen Helden (den neuen fressen sogar schon die Würmer) noch so torschlusspanisch loslassen auf „kleine Löcher“ in schwedischen Models. Claudia Roth Pierpont vom New Yorker und Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer (für die New York Review of Books) sind sich einig: Große Erzählkunst! „Von allen Themen, die Roth beackert hat – die jüdische Familie, Sex, amerikanische Ideale und den Verrat amerikanischer Ideale, politischer Fanatismus, Identität usf. – hat sich keines als so ertragreich erwiesen wie der menschliche Körper (der männliche meist) mit all seinen Stärken und Schwächen und seinen mitunter lächerlichen Bedürfnissen“ (Roth Pierpont). Der New Yorker sieht Roths Ingenium also hier, in der kunstvollen Verquickung seiner Themen im mannigfach schwachen Fleisch seines Helden: „Dieser Held ist die meiste Zeit krank, und es wimmelt von treuen Heldinnen, die darauf warten, dass die Narkose nachlässt.“ Wie Roth diesen, wie Gordimer es nennt, „letzten Überschwang des dahinwelkenden Körpers“ inszeniert, lässt sogar eine Nobelpreisträgerin schwach werden: „Wenn breites Beschreiben eine Sache des 19. Jahrhunderts war, Philip Roth hat es wiederbelebt – durch die Kraft des Erzählens selbst.“

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