Schillernde Ikonen der WM- Geschichte oder: Wer sollte wieder mitspielen?

Was wäre eine Fußball Weltmeisterschaft ohne ihre Paradiesvögel?
Auf den größten seiner Zunft müssen die Fans allerdings seit 16 Jahren
verzichten. Bei der Weltmeisterschaft`90 in Italien stand der ehemalige kolumbianische Nationaltorwart René Higuita das letzte Mal bei einer WM im
Tor seines Landes. „Leider“, denn es wird mit Sicherheit keinen Schlussmann
mehr geben, der sein Team, mit solch einer Risikobereitschaft, unnötigen
Gefahren aussetzte. Unter anderem verschuldete Higuita das WM`90- Achtelfinalaus
gegen die unbezähmbaren Löwen aus Kamerun. Mit einem Dribblingversuch
scheiterte er an Roger Milla, welcher locker zum vorentscheidenen 1:0 Endstand
einlochen konnte. Hin und wieder gelangen ihm seine Sturmläufe über das ganze
Spielfeld, welche drei Tore als Folge hatten. Higuita lernte jedoch nicht aus
seinen Fehlern.

Zugunsten der Fußballfans, welche, wegen seiner
Zirkuseinlagen, weiterhin auf ihre Kosten kamen. Denn eines Tages, im Jahre
1995, in einem Freundschaftsspiel gegen England, ging sein Verstand wohl wieder
mit ihm durch. Anstatt den Schuss eines Engländers, auf sein Tor, normal zu
parieren, legte er einen 1A- Skorpionsprung hin. Schwer auszumalen, oder? Guckst du hier…
Solche Einlagen kosteten dem Torhüter die
Weltmeisterschaftsteilnahmen 94 und 98, weil er sich, aufgrund seiner außergewöhnlichen
Fußballphilosophie, mit seinem Trainer überwarf.

In der Folgezeit sorgte Higuita außerhalb des Platzes für
weitere Negativschlagzeilen. Ohne Mitwissen der Polizei war er z.B. an
der
Befreiungsaktion, der Tochter seines Freundes, beteiligt. Higuita
musste ins Gefängnis,
kam nach Protesten der Fans aber wieder frei. Des Weiteren wurde ihm
Kokainkonsum nachgewiesen und Kontakte zur kolumbianischen Mafia
unterstellt,
wofür er vom kolumbianischen Verband gesperrt wurde. Im ersten Spiel
nach der
Sperre musste „El Loco“ (der Verrückte) erneut zum Drogentest. Und
wieder
konnte ihm das weiße Gold nachgewiesen werden. Zwangsläufig musste er
seine
Karriere als Spieler, bei Deportivo Pereira, und Torwarttrainer der
ecuadorianischen Nationalmannschaft, im Jahre 2004 beenden. So
berüchtigt wie seine Aktionen auch waren, desto unspektakulärer war
seine Vereinswahl. Bis auf einen Zwischenstop, 1992/93 in Spanien bei
Valladolid, spielte er von 1985 bis 2004 stets in Südamerika.

 

5 Meinungen

  1. Schon klasse der Typ. Aber wer ist denn nun der zweite angekündigte Torwart? Erst im Teaser heiß machen und dann nichts mehr darüber sagen. Na toll

  2. fussball blog redaktion

    Hey Higuita- Fan!Super, dass du dich dem Skorpion- Sprung- Fanclub angeschlossen hast. Hier wird niemad umsonst heiß gemacht. Der Artikel über den Kanarienvogel unter den Torhütern folgt in Kürze. Versprochen!

  3. toller beitrag zu einem tollen spieler! frage: kann mir jemand sagen bzw bestätigen dass valderama des spitznamen „der weiße gulitt“ hatte? danke!

  4. Jo, das mit dem weissen Gulli kann ich nur bestätigen. Guckst du Link: Carlos ValderramaDanke fürs Lob…

  5. Und hier noch ein aktuelles Zeitdokument vom Carnaval de Barranquilla wo sich el pibe jährlich feiern lässt!http://www.youtube.com/watch?v=zfqH7_KuI9k

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