Rückblick: die Top 10 – Filme 2008

10.) Juno (Regie: Jason Reitman)
Eine ebenso erfrischende wie herzerwärmende Komödie über die Schwierigkeiten der ungeplanten Schwangerschaft einer 16-jährigen Highschool-Schülerin, toll gespielt von Ellen Page. In weiteren Rollen: Michael Cera, Jennifer Garner, J.K. Simmons und Jason Bateman. (Budget: $7,5 Mio. / Weltweites Einspiel: $231 Mio.)

09.) Street Kings (David Ayer)
Ein Copthriller mit Keanu Reeves, der nichts wirklich neues bieten kann, aber sehr geradlinig inszeniert worden ist und mit einigen netten harten Actioneinlagen, die an seelige 80er-Jahre Actionzeiten erinnern, aufwarten kann. Neben Reeves spielen Forest Whitaker und „Dr. House“ Hugh Laurie. (Budget: $20 Mio. / Einspiel: $64 Mio.)

08.) Wall*E (Andrew Stanton)
Vor allem in der ersten Hälfte beeindruckend animiert und gerade wegen der Dialogarmut so toll erzählt, dass man den die Erde aufräumenden Müllroboter Wall*E sofort ins Herz schließt. Leider driftet der Film in der zweiten Hälfte in weniger überzeugende, moralgeschwängerte Slapstick-Einlagen ab. (Budget: $180 Mio. / Einspiel: $507 Mio.)

07.) Tropic Thunder (Ben Stiller)
Endlich mal eine Komödie, die nicht für ein hirnloses Teeniepublikum geschrieben wurde (siehe Disaster Movie, Meet the Spartans und Konsorten). Von und mit Ben Stiller, Jack Black und einem „geschwärzten“ Robert Downey Jr. als Schauspieler, die im Dschungel einen Kriegsfilm drehen wollen und dabei in einen echten Krieg geraten. Wirklich spaßig! (Budget: $92 Mio. / Einspiel: $188 Mio.)

06.) Iron Man (Jon Favreau)
Robert Downey Jr. diesmal als Superheld: toll gemachte Comicverfilmung mit sehenswerten Effekten, viel Humor und einer unterhaltsamen Geschichte. Jeff Bridges, Gwyneth Paltrow und vor allem Terrence Howard überzeugen zudem in ihren Nebenrollen. (Budget: $140 Mio. / Einspiel: $582 Mio.)

05.) John Rambo (Sylvester Stallone)
Seit 26 Jahren wird Rambo von Kritikern missverstanden und verrissen, aber wen kümmert’s? Sly schenkte uns Actionfans einen brachialen Actionfilm, wie man ihn seit Jahren nicht mehr gesehen hat und der uns so manches Mal einfach die Kinnladen hat runterklappen lassen. (Budget: $50 Mio. / Einspiel: $113 Mio.)

04.) No Country for Old Men (Coen Brothers)
Ein brillianter Thriller der Coen-Brüder mit Javier Bardem als irrem Killer, der hinter den geklauten Millionen von Josh Brolin her ist. Die ungewöhnliche Erzählweise wird sicherlich nicht jedem gefallen haben. Tommy Lee Jones und Woody Harrelson glänzen in den Nebenrollen. (Einspiel: $162 Mio.)

03.) Michael Clayton (Tony Gilroy)
George Clooney als Staranwalt in einem aussichtslosen Fall – das klingt zunächst nicht sehr aufregend. Doch schon allein die Umsetzung dieser etwas anspruchsvolleren Kinokost kann absolut überzeugen. (Einspiel: $93 Mio.)

02.) The Dark Knight (Christopher Nolan)
Tolle Darsteller, wunderschön gefilmt, absolut genialer Score und die ersten zwei Drittel wirklich gut erzählt! Aber selbst die Brillianz von Heath Ledger kann das wirklich schwache Finale und die zu sehr konstruierte Ploteinbindung von Two-Face nicht überdecken. (Budget: $185 Mio. / Einspiel: $997 Mio.)

01.) Der Krieg des Charlie Wilson (Mike Nichols)
Diese auf wahren Ereignissen beruhende Politsatire ist der einzige Film, der dieses Jahr von Anfang bis Ende überzeugen konnte und praktisch keine Schwächen aufzeigt. Tom Hanks, Julia Roberts und vor allem Philip Seymour Hoffman glänzen in den Hauptrollen, die Dialoge sind geschliffen, die Inszenierung straff. Ein Film, der gleichermaßen amüsiert und erschreckt. Ein kleines Meisterwerk. (Budget: $75 Mio. / Einspiel: $118 Mio.)

Plätze 11-20: Gomorrha (realistisch), Brügge sehen…und sterben? (schwarzhumorig), Cloverfield (toll gemacht), I Am Legend (sehr spannend – aber schwaches Ende), Der Nebel (manchmal etwas nervig – aber geniales Ende), Get Smart (lustig), Burn After Reading (skurril), Ben X (mal was anderes), Der Mann der niemals lebte (solide), There Will Be Blood (gut).

Insgesamt war 2008 ein enttäuschend schwaches Filmjahr mit nur wenigen Highlights und sehr viel Mittelmaß, was sowohl der ideenlosen Zurückhaltung der Studios, als auch zum Teil dem Autorenstreik zuzuschreiben ist, dessen Auswirkungen man auch 2009 noch spüren wird.

3 Meinungen

  1. Hallo liebe Leser.
    Im Großen und Ganzen finde ich die Aufführung hier recht aussagekräftig und kann da meistens auch zustimmen. Verstehen kann ich nur nicht, wieso „There Will Be Blood“ so weit hinten liegt? Der war doch erste Klasse gemacht.

    Zwar kein Film um innere Freude hervorzurufen aber künstlerisch TOP!

  2. @Film-Deluxe

    Das sehe ich ähnlich. Aber eine Auflistung wie diese ist natürlich ohne hin subjektiv zu verstehen.

  3. Sehr interessanter Artikel und interessante Liste.Ps.: Weiter so mit der Seite, sie gefällt mir.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.