Robert Gernhardt ist tot

Deutschland trauert um einen seiner Denker. Der Schriftsteller und Karikaturist Robert Gernhardt erlag am Freitag, dem
30. Juni 2006, im Alter von 68 Jahren einer schweren Krankheit.

Mit seinen satirischen Gedichten galt er als einer der wichtigsten,
wenn auch erst spät anerkannten, Lyriker der deutschen
Nachkriegszeit. Gernhardt war nicht nur in Literatenkreisen
bekannt,  sondern auch denen, die eigentlich keine Gedichte lesen.
Selbst Schülern ist er zur „Pflicht“lektüre geworden. Gernhardt ist
Kult!

Der in Estland geborene
Gernhardt siedelte 1964 nach Frankfurt über, wo er als Zeichner und Autor die
„Neue Frankfurter Schule“ mitbegründete. Mit seinen Freunden F.K.
Waechter und F.W. Bernstein gehörte er zu den Gründern und Autoren der Satirezeitschrift
„Pardon“ und  „Titanic“.
 

Zu den Publikationen Gernhardts gehörten:
Die Wahrheit über Arnold Hau (1966). Jetzt spreche ich, Bekenntnisse
(1968). Mit dir sind wir vier (1976). Die Blusen der Böhmen
(1977). Ein gutes Schwein bleibt nicht allein (1980). Ich Ich Ich
(1982). Letzte Ölung, Satiren (1984). Kippfigur,
Roman (1986). Lichte Gedichte (1999, S. Fischer TB). Was gibt‘ denn da zu lachen?,
Humorkritiken (2000, Haffmans). Der letzte
Zeichner (2000, Haffmans). In
Zungen reden.Stimmenimitationen von Gott bis Jandl (2000,
S. Fischer). Gedichte 1954-97 (2000, Zweitausendeins). Berliner Zehner, Hauptstadtgedichte
(2001, Haffmanns). Vom Schönen,Guten,Baren,
Bildergeschichten (2001, Diana). Im Glück und Anderswo,
Gedichte (2001, S. Fischer).
Meer von Robert Gernhardt,
Gedichte (2002). Wörthersee (2003, S. Fischer). Lug und Trug
(2003, S. Fischer). Hell und
schnell, 555 Gedichte (2004, S. Fischer – Hrsg. von Robert Gernhardt
und Klaus Cäsar Zeher). Die K-Gedichte
(2004, S. Fischer). Gesammelte Gedichte (2005, S. Fischer).

Hier liest Robert Gernhardt: Mein erster Schultag

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