Riecht Colin Farrell?

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ vermeldet, haben zwei Filmtheater in Japan einen Vorstoß in Sachen Duftkino unternommen: Zu verschiedenen Szenen des Historienschinkens „The New World“ strömten per Maschine spezielle Gerüche in den Saal. Blumenduft für eine Liebesszene, Minze und Rosmarin in einem der traurigen Momente.
Die Nachricht weckt sogleich unsere Erinnerung an einen schönen Satz aus der „Berliner Zeitung“ anlässlich der Berlinale-Uraufführung des Films. Über Hauptdarsteller Colin Farrell war dort nämlich zu lesen, er stünde mal wieder in der Gegend herum „wie ein nass gewordener Dachs“.
Lassen wir uns nun diese (Geruchs-)Vorstellung genüsslich auf der Zunge respektive den Nasenschleimhäuten zergehen. Mr. Farrell steht auf einer der goldgelben Wiesen der neuen Welt, lässt seine Hände über die Halme streichen – und dazu erreicht uns ein herb-kräftiger Dunst von feuchtem Dachsfell.
Wobei noch zu klären wäre, ob vom Europäischen Dachs (Meles meles) oder doch passenderweise vom Schweinsdachs. Passenderweise? Nun, diese Art ist in Südost-Asien beheimatet, japanischen Nasen daher vielleicht ein wenig vertrauter. Vom Malaiischen Stink-Dachs (Mydaus javanensis), sollte er so riechen, wie er heißt, wäre besser abzusehen.
Farrells blutjunge Filmpartnerin Q’Orianka Kilcher könnte man zum Ausgleich nach, sagen wir, Wildkirschholz, Schweinsleder und Lilien duften lassen. Und den herrlichen Duft unter ihrem eigenen Namen – Q’Orianka Kilcher, wow! – gleich als Parfum verkaufen.

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