Regelkunde und Kommentatorenschelte

Rüge an die Redner: Lernt die Regeln – und versucht nicht, für die ‚Bild‘ zu texten.


Bislang ist die Fußball-WM einfach klasse. Gutes Wetter, akzeptable Kicks, Tore – alles prima, wäre da nicht das plappernde Volk der Kommentatoren. Hach, was war das noch schön, als man sie „Spielberichterstatter“ nannte. Da verkniffen sie sich wenigstens ihre Kommentare (denn unseren Senf zu dem just Gesehenen können wir alle und für uns besser abgeben) und sie wussten (mehr oder weniger), was sie sagten.


Kommentatoren gehören in die Zeitung, nicht ins Fernsehen. Da gehören zumindest in die Sportredaktionen Menschen mit Emotionen hin – keine Amateurkritiker und Profiopportunisten (Simon, Rethy, um nur mal die beiden Schlimmsten zu nennen – ängstliches, permanent irgendeinen Schuldigen suchendes Quasselpack, das bei jedem dritten Foul von „grenzt an Körperverletzung“ schwadroniert, aber sonst den mangelnden körperlichen Einsatz kritisierend. So was wie „innere Stringenz“ wäre OK. Aber was kann man von Menschen erwarten, die die Regeln nicht beherrschen?



Regel 10: Wie ein Tor erzielt wird
Ein Tor ist gültig erzielt, wenn der Ball vollständig die Torlinie zwischen den Torpfosten und unter der Querlatte überquert hat, ohne dass die Regeln vorher von der Mannschaft übertreten wurden, zu deren Gunsten das Tor erzielt wurde.


Und aufgepasst? Steht da was von Umfang? Nein, da steht vollständig und wisst ihr überhaupt, wie groß der Umfang eines Fußballes ist? Der Umfang eines Fußballes definiert sich aus



Regel 2: Der Ball
Der Ball ist regelgerecht, wenn er (…) einen Umfang zwischen mindestens 68 und höchstens 70 cm hat (…)


Alles nachzulesen im Regelwerk des DFB.


Das ist gut und gerne eine Armlänge hinter der Linie. Ihr meint also nicht Umfang, sondern Durchmesser. Merkt euch das doch mal bitte.
(Von mir aus auch die Formel zur Berechnung des Umfang: U=2rp (Umfang ist gleich Durchmesser, also doppelter Radius, multipliziert mit Pi) , aber mir ist es egal, ob ihr ihn berechnen könnt, ihr solltet aber in der Lage sein, ein Tor zu erkennen, denn wenn der Schiedsrichter pfeift, könnte auch Abseits sein – oder Schluss.

Eine Meinung

  1. „das bei jedem dritten Foul von „grenzt an Körperverletzung“ schwadronieren, aber sonst den mangelnden körperlichen Einsatz kritisieren.“DANKE, das ist tatsächlich der größte Aufreger, und das seit Jahren!

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