Pikes Peak International Hill Climb – Gipfelstürmer

Das erste Rennen des Pikes Peak International Hillclimb fand als marketingorientierte Veranstaltung 1916 statt, um der als Touristenattraktion konzipierten Straße zum Pikes Peak zu nationaler Bekanntheit zu verhelfen. Die geschotterte Piste mit durchschnittlich sieben Prozent  Steigung  liegt im Front Range der Rocky Mountains im US-Bundesstaat Colorado nahe der Stadt Colorado Springs. Der Start des PPIHC liegt auf einer Höhe von 2.862 m, die Zielflagge wird 1.439 m höher auf 4.301 Höhenmetern geschwenkt.

Rennwagen für den PPIHC

Um für den Pikes Peak International Hill Climb ein konkurrenzfähiges Fahrzeug an den Start zu bringen benötigt es viel, sehr viel geballte Motorkraft. Da die Verbrennungsmotoren beim motorisierten Bergsteigen unter der dünner werdenden Höhenluft leiden und schließlich bis zu 30 Prozent ihrer Leistung unter Normalbedingungen verlieren, nahmen sich die Konstrukteure die Kampfflugzeuge des zweiten Weltkriegs mit Zwangsbeatmung der Aggregate zum Vorbild, die den Mangel an Sauerstoff zumindest ansatzweise kompensiert. Auf die Bergrenner übertragen heißt das heute rund 1.000 PS aus Turbo-Motoren.

Pikes Peak International Hill Climb –  Leben am Abhang

Die mit der brachialen Motorleistung gesegneten Fahrzeuge müssen ihre Pferde schließlich auch zu Boden bringen. Hierzu sind die Autos, die in ihrer Grundform zunächst an die Rennwagen der WRC erinnern und auch deren typische Konstruktionsmerkmale wie Turbo-Aufladung und Allradantrieb aufweisen, mit monströs anmutendem Flügelwerk versehen. Diese Spoiler-Ausmaße kennt man  von den Rallye-Fahrzeugen nicht, deren Piloten müssen allerdings nicht krampfhaft darauf achten,   aus einer der 156 Kurven zu fliegen und sich ohne weiteres 1.000 Meter tiefer am Fuße eines Abhangs wiederzufinden.

Suzuki und Audi S1 beim Pikes Peak

Klagen von Umweltschützern führten dazu, dass im Jahr 2001 Teilstücke der Piste asphaltiert wurden, 2011 soll die Aspaltierung abgeschlossen und damit der Schotterbelag als Charakeristikum der PPIHC eliminiert sein. Die neue Straßenoberfläche schlägt sich natürlich auch in den Rekorden nieder: Im Jahr 2007 gelang es Nobuhiro Tajima auf seinem 1.007 PS starken Suzuki LX7 Hill Climb Special, mit 10:01:408 Minuten eine neue Bestzeit in die Piste zu brennen.

Damit egaliserte Tajiam den 13 Jahre bestehenden Rekord des Neuseeländers Rod Millen, der mit 850 PS aus seinem Toyota Celica Supra die damals noch rein geschotterte Strecke mit einer Traumzeit von 10:04:06 Minuten absolvierte. Unvergessen ist auch der Einsatz von Walter Röhrl in seinem Audi Sport Quattro S1 Pikes Peak, der nach dem Ausschluss dieser Fahrzeuge aus der WRC 1987 auf das Potential des knapp 600 PS starken Wagens verwies, indem er als erster Fahrer mit 10:47:85 eine Zeit von unter elf Minuten vorgab.

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