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	Kommentare zu: Parallel-Dating: Ist es okay mehrere gleichzeitig zu daten?	</title>
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	<description>Das passiert in Deutschland, Europa und der Welt</description>
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		Von: Sowieso		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sowieso]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2006 05:54:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Also, nachdem genügend lange blutig hin und her und herumgekämpft worden war, wie immer, wenn Macht mittels Religionen erkämpft werden kann und umgekehrt, verstand man damals unter „Religionsfreiheit“ beim darauf folgenden Augsburger Religionsfrieden kein echtes Individualrecht, sondern allerhöchstens, dass die Untertanen pauschal den jeweiligen Glauben des jeweiligen Fürsten in seinem erkämpften Herrschaftsgebiet annehmen mussten, sodass die Gläubigen ihre Konfession unter Umständen auch wechseln mussten oder sie durften (!) auswandern in eine Region ihrer Konfession. Hurraaa, sie durften auswandern! Ich kann übrigens zwischen Artikel 4 zusammen mit Artikel 6 des Augsburger Bekenntnisses von 1530  und der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen Lutherischem Weltbund und der katholischen Kirche“ von 1999, [nachzulesen auf der Vatikanseite im Internet], keinerlei trennenden Unterschied erkennen. Fast identisch zu den beiden Artikeln 4+6 heißt es hier nämlich:„Es ist unser gemeinsamer Glaube, dass die Rechtfertigung das Werk des dreieinigen Gottes ist. Gemeinsam bekennen wir: A l l e i n  aus  G n a d e  im Glauben an die Heilstat Christi, n i c h t  auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen und empfangen den Heiligen Geist, der unsere Herzen erneuert und uns befähigt und  a u f r u f t  zu guten Werken. Die Botschaft von der Rechfertigung sagt uns, dass wir Sünder unser neues Leben allein der vergebenden und neuschaffenden Barmherzigkeit Gottes verdanken, die wir uns  n u r  schenken lassen und im Glauben empfangen, aber  n i e  – in welcher Form auch immer verdienen können.“469 Jahre liegen zwischen den beiden Erklärungen und zwei verschiedene Kirchen, damals wie heute. Doch der direkte Vergleich des Wortlautes klingt wie abgekupfert. Woher dieser (theoretische) Wandel der katholischen Kirche so kurz vor dem Jahrtausendwechsel, die doch unaufhörlich davon sprach, man müsse sich die ewige Seligkeit bei Gott verdienen durch gute Werke und Taten, sündenfreies Leben, alle möglichen Verzichte, jeden Sonntag in die Kirche gehen oder ansonsten Behaftung mit Todsünde und ewiger Verdammung, Wallfahrten, Beichten, Bußtaten, Ehrenämter, Spenden, Überschreibungen an die Kirche etc.pp. Gilt das jetzt nicht mehr? Sind die jetzt komplett evangelisch geworden oder wie oder was? Jetzt braucht nur noch das Papsttum aufgegeben zu werden und der ganze kirchliche, plumpe und  kostenintensive Apparat, dann hat sich die Sache endlich. Denn nach dieser gemeinsamen, angepassten Erklärung ist für mich höchst stimmig, was Hubertus Mynarek in seinem Buch „Kritiker kontra Kriecher“ schreibt:„Denn, wenn die Gnade Gottes Luther zufolge den Menschen unmittelbar, ohne dessen Zutun und Verdienste, rechtfertigt, dann würde sie ihn natürlich auch ohne jegliche kirchliche Vermittlung und Vermittlungsrituale rechtfertigen.“ Dann ist logischerweise aber auch die Institution Kirche samt Priesterschaft überflüssig!!!So konsequent hat Luther trotz dieser seiner Überzeugung aber leider nicht gehandelt. Doch  diese klitzekleine Inkonsequenz ist bei weitem nicht die schlimmste, die ich ihm ankreiden würde, eher schon andere horrenden Diskrepanzen zwischen Jesus Christus’ Lehre und Aussagen und Luthers geradezu gegenteiligen Aufforderungen an die Gläubigen, denen er damit das Christseinkönnen im Sinne Jesu wohl sehr erschwerte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also, nachdem genügend lange blutig hin und her und herumgekämpft worden war, wie immer, wenn Macht mittels Religionen erkämpft werden kann und umgekehrt, verstand man damals unter „Religionsfreiheit“ beim darauf folgenden Augsburger Religionsfrieden kein echtes Individualrecht, sondern allerhöchstens, dass die Untertanen pauschal den jeweiligen Glauben des jeweiligen Fürsten in seinem erkämpften Herrschaftsgebiet annehmen mussten, sodass die Gläubigen ihre Konfession unter Umständen auch wechseln mussten oder sie durften (!) auswandern in eine Region ihrer Konfession. Hurraaa, sie durften auswandern! Ich kann übrigens zwischen Artikel 4 zusammen mit Artikel 6 des Augsburger Bekenntnisses von 1530  und der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen Lutherischem Weltbund und der katholischen Kirche“ von 1999, [nachzulesen auf der Vatikanseite im Internet], keinerlei trennenden Unterschied erkennen. Fast identisch zu den beiden Artikeln 4+6 heißt es hier nämlich:„Es ist unser gemeinsamer Glaube, dass die Rechtfertigung das Werk des dreieinigen Gottes ist. Gemeinsam bekennen wir: A l l e i n  aus  G n a d e  im Glauben an die Heilstat Christi, n i c h t  auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen und empfangen den Heiligen Geist, der unsere Herzen erneuert und uns befähigt und  a u f r u f t  zu guten Werken. Die Botschaft von der Rechfertigung sagt uns, dass wir Sünder unser neues Leben allein der vergebenden und neuschaffenden Barmherzigkeit Gottes verdanken, die wir uns  n u r  schenken lassen und im Glauben empfangen, aber  n i e  – in welcher Form auch immer verdienen können.“469 Jahre liegen zwischen den beiden Erklärungen und zwei verschiedene Kirchen, damals wie heute. Doch der direkte Vergleich des Wortlautes klingt wie abgekupfert. Woher dieser (theoretische) Wandel der katholischen Kirche so kurz vor dem Jahrtausendwechsel, die doch unaufhörlich davon sprach, man müsse sich die ewige Seligkeit bei Gott verdienen durch gute Werke und Taten, sündenfreies Leben, alle möglichen Verzichte, jeden Sonntag in die Kirche gehen oder ansonsten Behaftung mit Todsünde und ewiger Verdammung, Wallfahrten, Beichten, Bußtaten, Ehrenämter, Spenden, Überschreibungen an die Kirche etc.pp. Gilt das jetzt nicht mehr? Sind die jetzt komplett evangelisch geworden oder wie oder was? Jetzt braucht nur noch das Papsttum aufgegeben zu werden und der ganze kirchliche, plumpe und  kostenintensive Apparat, dann hat sich die Sache endlich. Denn nach dieser gemeinsamen, angepassten Erklärung ist für mich höchst stimmig, was Hubertus Mynarek in seinem Buch „Kritiker kontra Kriecher“ schreibt:„Denn, wenn die Gnade Gottes Luther zufolge den Menschen unmittelbar, ohne dessen Zutun und Verdienste, rechtfertigt, dann würde sie ihn natürlich auch ohne jegliche kirchliche Vermittlung und Vermittlungsrituale rechtfertigen.“ Dann ist logischerweise aber auch die Institution Kirche samt Priesterschaft überflüssig!!!So konsequent hat Luther trotz dieser seiner Überzeugung aber leider nicht gehandelt. Doch  diese klitzekleine Inkonsequenz ist bei weitem nicht die schlimmste, die ich ihm ankreiden würde, eher schon andere horrenden Diskrepanzen zwischen Jesus Christus’ Lehre und Aussagen und Luthers geradezu gegenteiligen Aufforderungen an die Gläubigen, denen er damit das Christseinkönnen im Sinne Jesu wohl sehr erschwerte.</p>
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