Nokia Booklet 3G – Netbook aus Finnland

Wenn man sich das neue Nokia Booklet 3G so anschaut, muss man den Finnen schon Sinn für Trends und vor allem für das Geschäft zusprechen, denn es scheint, als hätte Nokia optisch alles in seiner Neuentwicklung zusammen gefasst, was derzeit trendy und begehrt ist. Da wäre beispielsweise die Fertigung aus einem Stück Aluminium, die ja Apple mit seinem neuesten MacBook bereits vorgemacht hat. Aber rechtfertigt das den sehr viel höheren Preis?

Technische Daten des Nokia Booklet 3G

Die technischen Fakten des Nokia Booklet 3G scheinen zunächst nicht von denen der billigeren Konkurrenten abzurücken: 10,1 Zoll Display, Windows 7 Starter Edition, Arbeitsspeicher von einem 1 GB und Festplatte von 120 GB, sowie die üblichen Verbindungen (WLan), USB (3x), SD-Card-Reader, HDMI, SIM und Kopfhörer – damit ist zunächst einmal alles da, was man in einem Netbook so braucht.

Aber der Preis immer noch nicht gerechtfertigt. Im Falle des Prozessors setzt man im Nokia Booklet 3G auf einen Intel Atom Z530 mit 1 GHz Taktfrequenz. Darüber hinaus finden sich im 1200 g schweren Gerät Bluetooth der neusten Generation, UMTS Modem, Webcam und Mikrofon sowie GPS.

Nokia Booklet 3G: Testbericht und Bewertung

Dabei kostete das Nokia Booklet 3G aber stolze 729 € und dafür bekommt man schon einen Laptop, wo also liegt der Clou des kleinen Finnen? Im Prinzip nirgendwo so richtig, denn alles, womit man den Preis rechtfertigen könnte, ist hochgradig emotional getragen. Sicher, das Design ist toll und erinnert an Mac, wenn aber kein Mac drin ist, was soll dann der ganze Geiz? Leg noch ein paar hundert Euro drauf und leiste dir das neue MacBook.

Dann ist da noch die Netzwerkfunktion: Ganz sicher ist es toll, wenn man immer und überall per UMTS ins Netz gehen und das Handy jederzeit drahtlos synchronisieren kann, aber tut es da nicht auch ein UMTS-Handy?

Was wirklich toll ist, das muss man dem kleinen Gerät zugestehen: Trotz des kleinen Displays sehen wird dank einer Auflösung von 1024 x 600 px in HD und das macht richtig Spaß. Spaß könnte auch die GPS Funktion machen, wenn man das nicht schon im Handy hätte, denn ein Netbook an die Armatur zu schrauben, ist nun wirklich ein wenig speziell.

Fazit: Wer auf Design steht und den höhreren Preis nicht scheut, kann das Nokia Booklet 3G ohne Bedenken in die persönliche Wunschliste aufnehmen, wer jedoch nur ein Netbook für unterwegs sucht und dabei vor allem auf Leistung setzt, die man auch wirklich nutzen kann, sollte besser darauf verzichten und sich eines aus den unteren Preissegment zulegen.

Eine Meinung

  1. Daniel via UMTS Flatrate

    Das Gerät macht einen sehr guten Eindruck, nur würde ich mich noch mehr freuen, wenn der Apple Community endlich mal ein MacBook mit integriertem UMTS Modem zur Verfügung stehen würde 🙁

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