Neue Fußballserie ?Freunde für immer?: Lieber Sönke Wortmann,…

Lieber Sönke Wortmann,

da Ihre Serie ja was für alle sein soll, fand ich (weiblich,
liiert mit einem gemäßigten Fußballfan) mich neugierig zur rechten Zeit auf dem
Sofa ein. Um es kurz zu machen: Ich fühlte mich durchaus gut unterhalten. Wenngleich
mich die klischeehaften Kurzbiografien unserer sieben Helden sofort gestört
haben, gelang es den unverbrauchten und ganz offenbar begeistert spielenden
Schauspielern mich das Vergessen zu lassen. Wie die sieben großen Jungs über
Klamottenacker wetzen, auf morsche Tore schießen und in abgerockten
Umkleidekabinen in Motivationslöcher fallen ist eine echte Wohltat neben dem
widerlichen omnipräsenten WM-Glamour.
Texte wie „Wir haben endlich mal die
Chance Vorletzter zu werden“ und „Glück ist, wenn Du verletzt am Boden liegst
und hörst wie die anderen Dich rächen“ machen Spaß. Weitaus mehr als die
platten Frauencharaktere der Serie! Dass der Funke bis zum Schluss nicht
überspringt und mich fiebern lässt, wie es mit den „Elf Freunden“ weitergeht,
erkläre ich mir wie folgt: Unsere sieben Helden sind zu sympathisch. Lauter
Gutmenschen auf einem Haufen – das hält selbst frau nicht aus. Nichts
polarisiert, keine Spannung, keine Reibung. Wieso hab ich vorher gewusst, dass
die Fetten Säue am Ende als Verlierer dastehen?
Und nun sei mir noch eine
finale Frage erlaubt: Es ist sicher kein Versehen, wenn Axel und Co. wie Peter Pan
rüberkommen. Süß, die Jungs. Und hinterher einen Bruce-Willis-Film. Wollen
Männer so dargestellt werden? Kokettiert Ihr etwa mit dieser Eigenschaft, die
uns Frauen manchmal in den Wahnsinn treibt?

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