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	Kommentare zu: Morgen ist er weg	</title>
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	<description>Das passiert in Deutschland, Europa und der Welt</description>
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		<title>
		Von: Michael Roeder		</title>
		<link>https://germanblogs.de/morgen-ist-er-weg/#comment-482</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Roeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 14:46:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wohlfeile Lebenshilfe für minderjährige Scheidungsopfer  (Do van Ranst, Morgen ist er weg)

In den fünf Besprechungen, die Mitte März 2009 im Internet zu diesem Buch zu finden sind, äußern sich vier sehr positiv: daß es eine &quot;einfühlsame, leise Geschichte &quot; (Amazon) sei, &quot;verspielt und tiefsinnig zugleich&quot; (FAZ.net), &quot;leise und ganz auf Augenhöhe (der) Leserschaft&quot; (Kinderbuch-Couch), begleitet von &quot;klaren, zarten Illustrationen, sehr einfühlsam&quot; (Kinderbuch-Couch) respektive &quot;kleinen, poetischen Aquarellen&quot; (titel-magazin).
Wie paßt dieser ästhetisierende Umgang mit dem Thema Scheidung zu dem Leiden von über einer Million Kindern, deren Zahl Jahr für Jahr um weitere 90.000 wächst (noch nicht mitgezählt die Kinder, deren Eltern unverheiratet zusammengelebt hatten) und die in der Mehrzahl schwer an der Trennung ihrer Eltern und den dann folgenden Auseinandersetzungen zu tragen haben? - Das paßt nur deshalb, weil der Autor sich eine Geschichte ausgedacht hat von einem Vater, der aus beruflichen Gründen (er ist Naturfotograf, Spezialgebiet Vögel) still und am Ende praktisch inexistent geworden ist. Da fällt es Lena (11) natürlich schwer, traurig zu sein, daß &quot;er morgen weg ist&quot;. Und als der Vater an seinem letzten (!) Tag plötzlich doch noch mit ihr und ihrem siebenjährigen Bruder (zum ersten Mal?) spielt - wie schön für Lena [bitte kursiv] und [Ende] Leser, daß seinem Auszug auch noch ein positiver Aspekt abgewonnen werden kann, nämlich &quot;Raum für Hoffnung&quot; (Kinderbuch-Couch).
Wie kommt es, daß die vier Rezensenten (kritisch hingegen: Eltern Blog) von einer so wenig realistischen Geshichte derart begeistert sind? - Man kann geradezu ihre Erleichterung spüren, daß die Geschichte &quot;keine(m) schuld gibt&quot; (titel-magazin), denn man weiß ja: der Verlust eines Elternteil ist &quot;kein Schicksalsschlag, es ist nichts anderes als traurige Normalität&quot; (FAZ.net). Diese Einstellung hilft natürlich sehr, Fragen nach der gemeinsamen Verantwortung der Eltern für ihre Kinder zu vermeiden. Sie läßt sogar übersehen, wie brutal diese Geschichte mit dem &#039;Kindeswohl&#039;, das bekanntlich &#039;im Mittelpuntkt steht&#039;, tatsächlich umgeht: Die Eltern holen sich keine Hilfe von außen; sie entscheiden über die Köpfe ihrer Kinder hinweg über das Ende ihrer gemeinsamen Familie und verkünden ihre Entscheideung beim Frühstück; Lenas Widerspruch (Seite 52: &quot;Dann bleib doch einfach hier.&quot;) ist selbstverständlich zwecklos.
Fazit:Dieses Buch ist auf keinen Fall für Kinder empfehlenswert, da die hier erzählte Geschichte ihren Schmerz nicht ernst nimmt. Ob es &quot;ein tolles Trennungsbuch - für Erwachsene&quot; (Amazon) ist, mögen diese  selbst entscheiden.

Michael Roeder]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohlfeile Lebenshilfe für minderjährige Scheidungsopfer  (Do van Ranst, Morgen ist er weg)</p>
<p>In den fünf Besprechungen, die Mitte März 2009 im Internet zu diesem Buch zu finden sind, äußern sich vier sehr positiv: daß es eine &#8222;einfühlsame, leise Geschichte &#8220; (Amazon) sei, &#8222;verspielt und tiefsinnig zugleich&#8220; (FAZ.net), &#8222;leise und ganz auf Augenhöhe (der) Leserschaft&#8220; (Kinderbuch-Couch), begleitet von &#8222;klaren, zarten Illustrationen, sehr einfühlsam&#8220; (Kinderbuch-Couch) respektive &#8222;kleinen, poetischen Aquarellen&#8220; (titel-magazin).<br />
Wie paßt dieser ästhetisierende Umgang mit dem Thema Scheidung zu dem Leiden von über einer Million Kindern, deren Zahl Jahr für Jahr um weitere 90.000 wächst (noch nicht mitgezählt die Kinder, deren Eltern unverheiratet zusammengelebt hatten) und die in der Mehrzahl schwer an der Trennung ihrer Eltern und den dann folgenden Auseinandersetzungen zu tragen haben? &#8211; Das paßt nur deshalb, weil der Autor sich eine Geschichte ausgedacht hat von einem Vater, der aus beruflichen Gründen (er ist Naturfotograf, Spezialgebiet Vögel) still und am Ende praktisch inexistent geworden ist. Da fällt es Lena (11) natürlich schwer, traurig zu sein, daß &#8222;er morgen weg ist&#8220;. Und als der Vater an seinem letzten (!) Tag plötzlich doch noch mit ihr und ihrem siebenjährigen Bruder (zum ersten Mal?) spielt &#8211; wie schön für Lena [bitte kursiv] und [Ende] Leser, daß seinem Auszug auch noch ein positiver Aspekt abgewonnen werden kann, nämlich &#8222;Raum für Hoffnung&#8220; (Kinderbuch-Couch).<br />
Wie kommt es, daß die vier Rezensenten (kritisch hingegen: Eltern Blog) von einer so wenig realistischen Geshichte derart begeistert sind? &#8211; Man kann geradezu ihre Erleichterung spüren, daß die Geschichte &#8222;keine(m) schuld gibt&#8220; (titel-magazin), denn man weiß ja: der Verlust eines Elternteil ist &#8222;kein Schicksalsschlag, es ist nichts anderes als traurige Normalität&#8220; (FAZ.net). Diese Einstellung hilft natürlich sehr, Fragen nach der gemeinsamen Verantwortung der Eltern für ihre Kinder zu vermeiden. Sie läßt sogar übersehen, wie brutal diese Geschichte mit dem &#8218;Kindeswohl&#8216;, das bekanntlich &#8218;im Mittelpuntkt steht&#8216;, tatsächlich umgeht: Die Eltern holen sich keine Hilfe von außen; sie entscheiden über die Köpfe ihrer Kinder hinweg über das Ende ihrer gemeinsamen Familie und verkünden ihre Entscheideung beim Frühstück; Lenas Widerspruch (Seite 52: &#8222;Dann bleib doch einfach hier.&#8220;) ist selbstverständlich zwecklos.<br />
Fazit:Dieses Buch ist auf keinen Fall für Kinder empfehlenswert, da die hier erzählte Geschichte ihren Schmerz nicht ernst nimmt. Ob es &#8222;ein tolles Trennungsbuch &#8211; für Erwachsene&#8220; (Amazon) ist, mögen diese  selbst entscheiden.</p>
<p>Michael Roeder</p>
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		Von: Michael Roeder		</title>
		<link>https://germanblogs.de/morgen-ist-er-weg/#comment-13596</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Roeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 14:46:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wohlfeile Lebenshilfe für minderjährige Scheidungsopfer  (Do van Ranst, Morgen ist er weg)

In den fünf Besprechungen, die Mitte März 2009 im Internet zu diesem Buch zu finden sind, äußern sich vier sehr positiv: daß es eine &quot;einfühlsame, leise Geschichte &quot; (Amazon) sei, &quot;verspielt und tiefsinnig zugleich&quot; (FAZ.net), &quot;leise und ganz auf Augenhöhe (der) Leserschaft&quot; (Kinderbuch-Couch), begleitet von &quot;klaren, zarten Illustrationen, sehr einfühlsam&quot; (Kinderbuch-Couch) respektive &quot;kleinen, poetischen Aquarellen&quot; (titel-magazin).
Wie paßt dieser ästhetisierende Umgang mit dem Thema Scheidung zu dem Leiden von über einer Million Kindern, deren Zahl Jahr für Jahr um weitere 90.000 wächst (noch nicht mitgezählt die Kinder, deren Eltern unverheiratet zusammengelebt hatten) und die in der Mehrzahl schwer an der Trennung ihrer Eltern und den dann folgenden Auseinandersetzungen zu tragen haben? - Das paßt nur deshalb, weil der Autor sich eine Geschichte ausgedacht hat von einem Vater, der aus beruflichen Gründen (er ist Naturfotograf, Spezialgebiet Vögel) still und am Ende praktisch inexistent geworden ist. Da fällt es Lena (11) natürlich schwer, traurig zu sein, daß &quot;er morgen weg ist&quot;. Und als der Vater an seinem letzten (!) Tag plötzlich doch noch mit ihr und ihrem siebenjährigen Bruder (zum ersten Mal?) spielt - wie schön für Lena [bitte kursiv] und [Ende] Leser, daß seinem Auszug auch noch ein positiver Aspekt abgewonnen werden kann, nämlich &quot;Raum für Hoffnung&quot; (Kinderbuch-Couch).
Wie kommt es, daß die vier Rezensenten (kritisch hingegen: Eltern Blog) von einer so wenig realistischen Geshichte derart begeistert sind? - Man kann geradezu ihre Erleichterung spüren, daß die Geschichte &quot;keine(m) schuld gibt&quot; (titel-magazin), denn man weiß ja: der Verlust eines Elternteil ist &quot;kein Schicksalsschlag, es ist nichts anderes als traurige Normalität&quot; (FAZ.net). Diese Einstellung hilft natürlich sehr, Fragen nach der gemeinsamen Verantwortung der Eltern für ihre Kinder zu vermeiden. Sie läßt sogar übersehen, wie brutal diese Geschichte mit dem &#039;Kindeswohl&#039;, das bekanntlich &#039;im Mittelpuntkt steht&#039;, tatsächlich umgeht: Die Eltern holen sich keine Hilfe von außen; sie entscheiden über die Köpfe ihrer Kinder hinweg über das Ende ihrer gemeinsamen Familie und verkünden ihre Entscheideung beim Frühstück; Lenas Widerspruch (Seite 52: &quot;Dann bleib doch einfach hier.&quot;) ist selbstverständlich zwecklos.
Fazit:Dieses Buch ist auf keinen Fall für Kinder empfehlenswert, da die hier erzählte Geschichte ihren Schmerz nicht ernst nimmt. Ob es &quot;ein tolles Trennungsbuch - für Erwachsene&quot; (Amazon) ist, mögen diese  selbst entscheiden.

Michael Roeder]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohlfeile Lebenshilfe für minderjährige Scheidungsopfer  (Do van Ranst, Morgen ist er weg)</p>
<p>In den fünf Besprechungen, die Mitte März 2009 im Internet zu diesem Buch zu finden sind, äußern sich vier sehr positiv: daß es eine &#8222;einfühlsame, leise Geschichte &#8220; (Amazon) sei, &#8222;verspielt und tiefsinnig zugleich&#8220; (FAZ.net), &#8222;leise und ganz auf Augenhöhe (der) Leserschaft&#8220; (Kinderbuch-Couch), begleitet von &#8222;klaren, zarten Illustrationen, sehr einfühlsam&#8220; (Kinderbuch-Couch) respektive &#8222;kleinen, poetischen Aquarellen&#8220; (titel-magazin).<br />
Wie paßt dieser ästhetisierende Umgang mit dem Thema Scheidung zu dem Leiden von über einer Million Kindern, deren Zahl Jahr für Jahr um weitere 90.000 wächst (noch nicht mitgezählt die Kinder, deren Eltern unverheiratet zusammengelebt hatten) und die in der Mehrzahl schwer an der Trennung ihrer Eltern und den dann folgenden Auseinandersetzungen zu tragen haben? &#8211; Das paßt nur deshalb, weil der Autor sich eine Geschichte ausgedacht hat von einem Vater, der aus beruflichen Gründen (er ist Naturfotograf, Spezialgebiet Vögel) still und am Ende praktisch inexistent geworden ist. Da fällt es Lena (11) natürlich schwer, traurig zu sein, daß &#8222;er morgen weg ist&#8220;. Und als der Vater an seinem letzten (!) Tag plötzlich doch noch mit ihr und ihrem siebenjährigen Bruder (zum ersten Mal?) spielt &#8211; wie schön für Lena [bitte kursiv] und [Ende] Leser, daß seinem Auszug auch noch ein positiver Aspekt abgewonnen werden kann, nämlich &#8222;Raum für Hoffnung&#8220; (Kinderbuch-Couch).<br />
Wie kommt es, daß die vier Rezensenten (kritisch hingegen: Eltern Blog) von einer so wenig realistischen Geshichte derart begeistert sind? &#8211; Man kann geradezu ihre Erleichterung spüren, daß die Geschichte &#8222;keine(m) schuld gibt&#8220; (titel-magazin), denn man weiß ja: der Verlust eines Elternteil ist &#8222;kein Schicksalsschlag, es ist nichts anderes als traurige Normalität&#8220; (FAZ.net). Diese Einstellung hilft natürlich sehr, Fragen nach der gemeinsamen Verantwortung der Eltern für ihre Kinder zu vermeiden. Sie läßt sogar übersehen, wie brutal diese Geschichte mit dem &#8218;Kindeswohl&#8216;, das bekanntlich &#8218;im Mittelpuntkt steht&#8216;, tatsächlich umgeht: Die Eltern holen sich keine Hilfe von außen; sie entscheiden über die Köpfe ihrer Kinder hinweg über das Ende ihrer gemeinsamen Familie und verkünden ihre Entscheideung beim Frühstück; Lenas Widerspruch (Seite 52: &#8222;Dann bleib doch einfach hier.&#8220;) ist selbstverständlich zwecklos.<br />
Fazit:Dieses Buch ist auf keinen Fall für Kinder empfehlenswert, da die hier erzählte Geschichte ihren Schmerz nicht ernst nimmt. Ob es &#8222;ein tolles Trennungsbuch &#8211; für Erwachsene&#8220; (Amazon) ist, mögen diese  selbst entscheiden.</p>
<p>Michael Roeder</p>
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		Von: Buchtipps		</title>
		<link>https://germanblogs.de/morgen-ist-er-weg/#comment-481</link>

		<dc:creator><![CDATA[Buchtipps]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 06:43:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr zu empfehlen ist auch &quot;Scheidungskindern helfen&quot; aus dem Juventa Verlag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr zu empfehlen ist auch &#8222;Scheidungskindern helfen&#8220; aus dem Juventa Verlag.</p>
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		<title>
		Von: Buchtipps		</title>
		<link>https://germanblogs.de/morgen-ist-er-weg/#comment-13595</link>

		<dc:creator><![CDATA[Buchtipps]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 06:43:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr zu empfehlen ist auch &quot;Scheidungskindern helfen&quot; aus dem Juventa Verlag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr zu empfehlen ist auch &#8222;Scheidungskindern helfen&#8220; aus dem Juventa Verlag.</p>
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