MacBook: Neues Einsteiger-Laptop mit Apfel drauf

Das MacBook ersetzt nicht nur seinen direkten Vorgänger iBook, den es als 12-Zoll-Variante und mit 14 Zoll gab. Zugleich wurde auch das 12-Zoll-PowerBook aus dem Programm genommen. Das war bisher immer das kleinste Profi-Notebook von Apple.

Entsprechend kann das MacBook nun von Haus aus einiges, was das iBook noch nicht konnte. Zum Beispiel ist echter Zwei-Monitor-Betrieb möglich. Und der Audioeingang freut sicher nicht nur den Musiker.

13,3 Zoll misst der Bildschirm, der zur Überraschung vieler als Hochglanz-Screen daherkommt. Bislang war ich von dieser Mode nicht sonderlich begeistert. In den Kommentaren bei Mac-Essentials & Co. wird das meist ähnlich gesehen. Aber ich sage da immer: Erstmal selbst ansehen… Immerhin soll das Display fast 80 Prozent heller als beim Vorgänger sein.

Ansonsten bringt das kleinste MacBook für 1.079,- Euro praktisch alles mit, um sofort loszulegen. Drahtlose Internetverbindung per W-LAN, Bluetooth, zweimal USB und einmal Firewire für externe Geräte, schnelles Netzwerk, integrierte Webcam usw. Im Bereich Software liefert Apple traditionell ein riesiges Paket für alle Fälle mit: iPhoto zum Archivieren und Nachbearbeiten von Fotos, GarageBand zum Erstellen von Musik oder anderen Audio-Stücken (Podcasts z.B.), iWeb für Internetseiten, iMovie zum Schneiden von Filmen, iDVD zum Erstellen und Brennen von DVDs usw. Dazu gibt es die Mediacenter-Software FrontRow samt Fernbedienung. Mit der kann man Musik, Filme oder Diaschauen bequem aus der Entfernung steuern. Von den Funktionen, die das Betriebssystem mitliefert, ganz zu schweigen. Allein die schnelle Volltextsuche möchte ich nicht mehr missen.

Dafür ist das kleinste MacBook an anderer Stelle eingeschränkt: So kann das eingebaute Laufwerk CDs und DVDs lesen, aber nur CDs brennen. Ein „Superdrive“, das auch DVDs brennt, gibt es erst im mittleren Modell, das 200,- Euro teurer ist. Einerseits schade, für mich persönlich wenig relevant. Mit Blueray und HD-DVD sind die Nachfolger der heutigen DVD schon in Sicht. Da würde ich sowieso eher auf einen externen Brenner setzen.

Die 200,- Euro sollten lieber für mehr Arbeitsspeicher ausgegeben werden. 512 MB sind zwar eigentlich in Ordnung. Aber einerseits kann man nie genug RAM haben – das ist so wie mit Hubraum. Und andererseits gibt es noch Programme, die nicht direkt mit dem neuen Intel-Chip in den Macs zusammenarbeiten. Denen wird der vorherige PowerPC-Chip vorgegaukelt (emuliert), was Arbeitsspeicher braucht.

Die Festplatte ist mit 60 GB recht klein und das Modem wurde eingespart. Seufz: Man kann nicht alles haben.

Die Macs lassen sich im Apple-Store und oft auch bei Online-Händlern vorkonfigurieren. Der Griff zu mindestens 1 GB RAM ist da eine gute Empfehlung. Möglich sind insgesamt 2 GB.

Für den Heimgebrauch ist das MacBook aus meiner Sicht perfekt ausgestattet. Und selbst der Profi bekommt gegenüber dem 12-Zoll-PowerBook ein gutes Angebot.

P.S.: Eines verstehe ich allerdings nicht: Warum kostet das schwarze Spitzenmodell so viel Aufschlag gegenüber den weißen Brüdern? Es ist noch einmal 200 Euro teurer als das mittlere, bringt aber als einzige Verbesserung eine 80 GB-Festplatte statt einer mit 60 GB. Schwarz ist schick und mein gutes altes PowerBook G3 ist schwarz, aber das wär’s mir nicht wert. Seltsam, seltsam.

Links zum Thema:
Apple.de: Offizielle Seite zum MacBook
heise.de: Apple stellt MacBooks in Schwarz und Weiß vor
Golem.de: MacBook: Günstiges Subnotebook von Apple
Mac-Essentials: Say Hello to the MacBook
Macnews: Das iBook ist tot, es lebe das MacBook
Macnews: iBook-Nachfolger: Das MacBook punktet mit besserer Ausstattung

Nachtrag: Erste Bilder, Meinungen, Testergebnisse
Ein schon recht ausführlicher Bericht der Macworld
GeekPatrol hat Messwerte: Das MacBook ist so schnell wie die teureren MacBook Pro
MacUser hat sich ein MacBook im Laden angesehen
…und jede Menge Fotos bei flickr

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