Lügen macht erfinderisch: Film-Trailer und Inhalt

„Lügen macht erfinderisch“ beginnt mit einer Situation, die man sich kaum vorstellen kann: Alle Menschen sagen zu jeder Zeit die volle Wahrheit, egal wie sehr diese ihre Mitmenschen treffen kann. So wird vor allem der wenig attraktive und unsichere Mark (Ricky Gervais) zum Spielball seiner Kollegin (unter anderem Rob Lowe), die ihm unverhohlen ihre Abneigung ins Gesicht sagen. Auch bei Anna (Jennifer Garner) kann er weder mit seinem Aussehen noch mit seinem nicht vorhandenen Geld wirken und bekommt dies auch unmissverständlich vermittelt, denn in dieser Welt lügt niemand, zu keiner Zeit.

Lügen macht erfinderisch: Der erste Kinofilm von Ricky Gervais

Als Mark auch noch eine Abfuhr am Bankschalter bekommt, regt sich etwas in seinem Hirn, dass diese Paralleldimension noch nie erlebt hat: Um an sein Geld zu kommen, sagt Mark nicht die Wahrheit – und kommt prompt an sein Ziel. Diese neuentwickelte Fähigkeit nutzt er auch sofort in anderen Momenten, immer mit dem gleichen Erfolg. Plötzlich bekommt er den ersehnten Zuspruch, das erhoffte Geld und die Frauen, die ihn bislang nicht von der Seite ansehen wollten. [youtube a-H2dNfx-Uw]

Ricky Gervais ist hierzulande vor allem durch die Second-Hand-Verwertung seine größten Hits bekannt: „The Office“ ist das britische Original zu Christoph Maria Herbsts „Stromberg“ und ebenso des gleichnamigen, amerikanischen Ablegers mit Steve Carell. Hier bewies er schon, dass er einen guten Blick für die Dinge hinter der Fassade der Durchschnittsbürger hat und in „Lügen macht erfinderisch“ lässt er seine Figuren diese Dinge auch ungefiltert aussprechen.

Nichts, als die Wahrheit und ein paar kleine Lügen in der britischen Komödie

Für „The Invention of Lying“, der etwas passendere, originale Titel, stand Ricky Gervais nicht nur vor der Kamera, er produzierte seine erste Regiearbeit ebenfalls und schrieb auch noch das Drehbuch. Daneben konnte er auch Schauspieler wie Edward Norton, Philip Seymour Hoffman und Jason Bateman für kleine Cameo-Auftritte gewinnen.[youtube BWCygTudTmw]

„Lügen macht erfinderisch“ geht dabei von einer wirklich gelungenen Prämisse aus (in etwa eine Umkehrung von Jim Carreys „Der Dummschwätzer“), die mit einigermaßen brisanten Wendungen aufwarten kann, gegen Ende dann jedoch an Schwung verliert, da Gervais offenbar ein konsequentes Ende einem konservativen vorzog. Dennoch lohnt sich die britische Komödie für etliche, gute Lacher.

Lügen macht erfinderisch
(OT: The Invention of Lying)

Regie: Ricky Gervais, Matthew Robinson
Land: USA 2009
Darsteller: Ricky Gervais, Jennifer Garner, Jonah Hill, Rob Lowe,
Genre: Komödie, Romantik, Fantasy
Länge: 100 min.
Facebook: http://www.facebook.com/theinventionoflying

Homepage

Kinostart: 08.07.2010.[youtube 9sG0uwpXex0&feature]

Eine Meinung

  1. Hallo,

    Ich wahr von dem Film sehr überrascht, da dieser u.a. zahlreiche evolutionspsychologische Aspekte behandelte. Dies ist doch sehr ungewöhnlich für Mainstream-Filme. Interessant ist auch, das Ricky Gervais Biologie und Philosophie studiert hat.

    Ich finde auch, das der Titel „Die Erfindung der Lüge“ der passendere wäre, den tatsächlich wird in diesem Film metaphorisch aus Evolutionsbiologischer Sicht die Erfindung der Lüge beschrieben….. Für wenn wird sich die Frau entscheiden, für den Mann mit den „guten Genen“ oder für den Lügner. Paradoxer weise entscheided sie sich sowohl für den Mann mit den „guten Genen“, als auch für den Lügner! Es gibt keine Objektiv „guten Gene“. Gene können nur im Kontext mit der Umwelt bewertet werden. Die Gene, die einem die Fähigkeit zu Lügen verleihen, sind in einer Umwelt voller Nicht-Lügner, gute Gene, weil sie dem Träger in einer solchen Umwelt klare Vorteile (Selektionsvorteile) verschaffen….. Letztendlich sind wir alle Nachfahren eines hypothetischen ersten Lügners…..Was also zunächst wie ein „Konservatives Ende“ aussieht, stellt sich bei näherer Betrachtung als ein „Konsequentes“ heraus…..

    Gruß

    Horst

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