Linkspartei: Menschenrechte egal, Hauptsache das Weltbild stimmt

Ein Anhänger der Linkspartei
brachte gleich zu Beginn auf den Punkt, was weit verbreitete Ansicht bei vielen
der Sozialisten ist. 

Linkspartei Sympathisant:„Natürlich,
wer sich dagegen stellt […] gegen den Sozialismus, der wird natürlich
irgendwann auch mal mit Gefängnis rechnen müssen.“
Kontraste: „Und das ist auch in Ordnung?“
Linkspartei Sympathisant: „Für mich ja.“  
Kontraste:
„Also, wer gegen
den Sozialismus ist, der kann auch ins Gefängnis kommen, finden Sie?“
Linkspartei Sympathisant: „Ja, natürlich, na klar, so
ist es drin.“
Noch
Fragen?
 
Angetroffen
und interviewt wurde der knallharte Sozialist übrigens auf einer Demonstration,
die sich gegen kubanische Oppositionelle richtete. Diese demonstrierten in Berlin
unlängst gegen die Verhaftung von 70 Oppositionellen, die es gewagt hatten, auf
Castros Insel Unterschriften für die Meinungsfreiheit zu sammeln.
 
Wenn
man also in einer Diktatur für Meinungsfreiheit eintritt, zieht man sich den
Zorn der Linkspartei zu, zumindest wenn man dies auf Kuba tut,
dem „sozialistischen Paradies unter Palmen“.
 
Den
krönenden Abschluss lieferte die Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Ulla
Jelpke. Auf die Frage des „Kontraste“ Teams, ob es auf Kuba
Menschenrechtsverletzungen gebe, fielen ihr spontan die Menschenrechte ein, die
angeblich verwirklicht wurden, wie zum Beispiel das Gesundheits- und
Bildungssystem. Auf den Einwurf, es gebe aber keine Meinungs- und
Pressefreiheit sowie politische Gefangene antwortete Jelpke kurz und prägnant: „[…] ich finde das jetzt eine klein karierte Diskussion.“
 
Ach
so, Meinungs- und Pressefreiheit sind klein karierte Themen. Vielleicht
hätte
Frau Jelpke mal einen Blick ins Grundgesetz werfen sollen, dort stehen beide
Grundfreiheiten ganz weit vorne – aber das scheint die Linkspartei
nicht weiter zu interessieren.
 
Schöne
Volksvertreter – und so besorgt um die Menschenrechte, weltweit.

3 Meinungen

  1. Tja – und mit der Linkspartei wollen alte Stasi- und SED-Bonzen wieder zurück „in alte Sättel“:http://www.jphintze.de/blog/index.php/2006/03/26/die-morder-sind-unter-uns/

  2. Sehr schöner Artikel zum Thema! Zeigt gleich mal in welch Tradition die „neue Linke“ sich einreiht.Da kann man nur froh sein, dass die „lieben“ Genossen die „Westexpansion“ (Dietmar Bartsch) nicht geschafft haben. Ich wunder mich immer noch, warum die im Osten so stark sind? 40 Jahre Sozialismus müssen doch wohl ausgereicht haben, um selbst dem Letzten klar zu machen, dass das Konzept total versagt hat. Und die Parolen von heute – bestenfalls amüsant, im Falle von Lafontaine peinlich bis total daneben.

  3. Die Frauenrechte sind glaube ich auch ziemlich egal, man muss sich nur einmal das hier durchlesen. Ich kann verstehen, dass KK das nicht selbst machen will – auch ich wäre mit 30 Jahren ungern Parteichefin. Aber warum will keine der anderen, angeblich so erfahrenen Frauen in die Spitze der LINKEN und kämpft dafür? Weil sie Angst haben in der Partei ausgegrenzt zu werden.Naja, ich finde das hier erklärt manches:Interview“Die Quote ist unverzichtbar“Es ist falsch, dass keiner der Vorsitzenden der neuen Linkspartei weiblich ist, sagt die Vizevorsitzende Katja Kipping. Selbst kandidieren will sie vorerst aber trotzdem nicht Warum haben Sie dann nicht selbst für den Vorsitz kandidiert?Weil es naiv ist, zu glauben, ich könnte mit knapp 30 Jahren eine Partei führen. Auf solchen Posten braucht man eine gewisse Lebenserfahrung. Aber ich bin überzeugt davon, dass es in unserer Partei auch Frauen mit Lebenserfahrung gibt. Darum streben wir an, die derzeitige Situation zu korrigieren. Die Männer könnten allerdings auch sehr an Größe gewinnen, wenn sie dieses Anliegen aktiv mit befördern. INTERVIEW: DANIEL SCHULZhttp://www.taz.de/index.php?id=deutschland&art=773&id=442&cHash=469b0db058

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