Le Mans 2007 – 4 Tage live vor Ort

Ich melde mich live aus Le Mans. Es soll Leute geben, die kennen Le Mans nicht. Und es gibt solche, wenn die nicht jedes Jahr live dabei sind, wäre dies ein Weltuntergang. Le Mans liegt irgendwo in der Mitte zwischen Paris und dem Atlantik. Le Mans ist ein Ort, in dem man nicht einmal ein Kabel für ein IBM-Netzteil bekommt. In Le Mans fahren ganz normale LKW auf einer Rennstrecke, die für die echten Fans fünf Tage der Mittelpunkt der Erde ist. Le Mans ist irgendwie anders, – und deshalb wohl das aufregendste Rennen im Jahreskalender.

Die gute Nachricht für die Audi-Fans, die schlechte für die aus dem Peugeot-Lager

Tom Kristensen startet in Le Mans und meldet sich sofort wieder mit guten Zeiten zurück. Nach einer erfolgreichen Testfahrt in Brands Hatch (England) am Steuer eines Audi A4 DTM, haben die Audi-Ärzte den beliebten Dänen für Le Mans "freigegeben". Tom wird daher, wie geplant, mit Dindo Capello (Italien) und Allan McNish (Schottland) im Audi R10 TDI mit der Nummer 2 an den Start gehen.

"Ich bin sehr froh, dass Tom Kristensen wieder fit ist und für uns in Le Mans wie geplant an den Start gehen kann", diktiert der Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich den Journalisten in die Blöcke. Fußball ist, wenn 22 Sportler hinter einem Ball herlaufen – und am Ende die Deutschen gewinnen, heißt es. Le Mans ist – wenn über 50 Rennwagen 24 Stunden im Dauerstress sind – und am Ende Tom Kristensen gewinnt. Sieben mal ging diese Rechnung schon auf, nur im letzten Jahr musste Tom dem Schwesternauto den Vortritt lassen.

Zwei Diesel-Sportwagen streiten um die Krone

Im letzten Jahr ist Audi das Wagnis eingegangen, mit einem Dieselsportwagen dieses Prestige trächtige Rennen gewinnen zu wollen. Ein Diesel will gegen die Triebwerke von Porsche, Ferrari oder Panoz bestehen können? Ja, die Rechnung ging auf. Über 1.000 Nm Drehmoment haben diesen extrem leisen Sportwagen am Ende ganz nach vorn katapultiert. Dahinter standen natürlich das Know-how der Audi-Ingenieure und die Akribie des Teams. Denn schnell sind alle Autos im Feld. Die Pole Position in der Formel 1, absolut wichtig für den Sieg, ist in Le Mans nur "nice to have". Denn neben Speed, ist vor allem Beständigkeit gefragt. Das Auto, welche die wenigsten Boxenstopps und die wenigsten technischen Problem hat, fährt in Le Mans nach 24 Stunden am Sonntag um 15 Uhr als erster über die Ziellinie. "Vorsprung durch Technik" – so der Audi-Slogan soll sich auch in diesem Jahr durchsetzten.

Peugeot hat bereits im letzten Jahr angekündigt auch 2007 mit einem Hdi FAP-Triebwerk zu starten. Ein Kollegen meinte nur: "Peugeot ist noch nicht so weit." Audi nimmt diese Herausforderung aber sehr ernst. Nicht umsonst wurde ein weiter Sportwagen ins Rennen geschickt. Neben den erfahren Siegern aus dem letzten Jahr mit Frank Biela, Emanuel Pirro und Marco Werner, wird ein weiteres Team mit Lucas Luhr, Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat ins Rennen geschickt.

Heute Abend geht es mit dem 2. Qualifying darum, die Strecke weiter kennen zu lernen und die richtige Abstimmung für das Rennen zu finden. Am Freitag um 18 Uhr findet dann die traditionelle Driver`s Parade statt. Am Samstag geht es dann nach dem "Warm up" um 15 Uhr los. Die Spannung steigt. Das ist überall zu spüren.

Ich bleibe am Ball – bzw. am Rennwagen und melde mich wieder!

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