Lafontaine nennt Amerikaner Terroristen ? Geisteszustand unklar.

Nach der „Fremdarbeiter“
Äußerung und dem „Schweinebande“ Spruch, nun also eine neue Entgleisung
aller
erster Güte. Lafontaine sagte auf einer Wahlkampfveranstaltung der
hessischen
WASG, dass die Attentäter des 11. September 2001 Terroristen seien,
weil sie
Unschuldige töten, um politische Ziele zu erreichen. Nach dieser
Definition, so
Lafontaine, „sind
auch die Amerikaner Terroristen, wenn sie Städte und Dörfer in
Afghanistan (und) Irak bombardieren und zehntausende Unschuldige
umbringen“
.

Erstmal: DIE Amerikaner. Was
soll das denn heißen? Ein ganzes Volk = Terroristen. So was gibt`s doch gar
nicht! Es gibt ja auch nicht DIE Deutschen, die dies oder jenes gemacht haben.
Haben zum Beispiel DIE Deutschen die Mauer gebaut? Wohl eher nicht!

Zweitens: Amerikaner =
Terroristen? Geht’s noch? Lafontaine scheint endgültig die Bodenhaftung
verloren zu haben. Die USA haben in Afghanistan ja wohl ein Terroristenregime
beseitigt. Und dass der Irak unter Saddam Hussein auch kein Hort von Demokratie
und Menschenrechten war, sollte sich mittlerweile auch bis zu ihm rum
gesprochen haben. Die USA versuchen doch wohl eher, Demokratien in diesen
Staaten zu etablieren. Das sie dabei auch eigene Interessen verfolgen, ist doch klar, that`s Außenpolitik!

Sicher, auch die USA machen dabei
Fehler. Guantananmo und Abu Ghuraib sind kritikwürdig, und auch einige Aktionen
im Irak und in Afghanistan bieten Anlass für Kritik.

Aber die USA pauschal des
Terrorismus zu beschuldigen sprengt jeden Rahmen. Angesichts solcher Äußerungen
kann man ja fast froh sein, dass Lafontaine vom Verfassungsschutz überwacht wird!

7 Meinungen

  1. Terrorismus ist der Krieg der Armen. Krieg ist der Terrorismus der MächtigenWinston Churchill

  2. Schönes Churchill Zitat! Allerdings glaube ich, dass es gravierende Unterschiede zwischen TE und Krieg gibt. In den klassischen Kriegen kämpften immerhin Soldaten gegen Soldaten. Der Krieg richtete sich nicht hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung. Ziel war meist die Niederwerfung eines anderen Staates. Der Krieg war, nach Clausewitz, ein ernstes Mittel der Politik für einen ernsten Zweck. TE hingegen richtet sich nur gegen die Zivilbevölkerung und besitzt kein Mandat der Politik. Dieses Mandat (für einen Krieg) ist, zumindest in Demokratien, auch (meist) von der Mehrheit der Bevölkerung legitimiert. TE ist der Kampf einer kleinen, radikalen Minderheit gegen die Mehrheit, letzlich nichts anderes als der Versuch, eine Diktatur zu errichten! Ausnahmen (anti koloniale Bewegungen usw.) bestätigen da die Regel.

  3. Stimmt doch gar nicht Bitter_Twisted, Terrorismus ist doch keine Domäne der Armen. UBL ist einer der reichsten Menschen weltweit, ein Großteil der Attentäter von 9/11 kam aus Saudi-Arabien, das ja nun wirklich kein Entwicklungsland ist. Armut wird in der seriösen Wissenschaft schon lange nicht mehr als Erklärungsmuster von terroristischer Gewalt herangezogen. Zumal sie es sich auch gar nicht leisten könnten.

  4. Es mag daran liegen, dass Oskar Lafontaine sich seiner eigenen Identität nicht mehr so sicher ist. Sogar das Geschlecht vagabundiert schon hin und her, wie man hier in der taz sehen kann:Lafontaine ist unsere beste FrauChristine Buchholz, Mitglied im Bundesvorstand der WASG, über die Ängste von Westmännern vor einer Diktatur starker Ostfrauen im Vorfeld der Fusion mit der PDSINTERVIEW: DANIEL SCHULZhttp://www.taz.de/pt/2007/04/02/a0100.1/text

  5. Terror tötet unschuldige Menschen.Krieg tötet unschuldige Menschen.Daher Krieg = Terror.Ganz einfach! Alles andere Drumherumgerede, Gedeute, Interpretiere, Vergleich den Fall mit diesem, schau dir das historische Ereigniss an und vergleich es mit diesem, ist nur schwammige Argumentation weil es zu der Erkenntniss nicht reicht, dass der Mensch durch sine natürliche Entwicklung eine Egoweltsicht zu eigen ist die zu seiner destruktiven Einstellung und Handlung führt, und so letztendlich auch zu Krieg und Terror. Überwinden wird der Mensch diesen Status des Entwicklungsstandes nur durch eine Weiterentwicklung seines Gehirns über Generationen hinweg. Notwendig ist dazu ein ständiges trainieren des Verstandes bzw. der Vernunft! Leider gibt es Gegentendenzen dieser Entwicklung die zur Ausrottung unserer Spezies führen könnten.

  6. Guantanamo Bay und Abu Ghuraib sind also Ihrers Erachtens nach „kritikwürdig“?
    Kritik hätte es dabei schon lange Zeit vorher geben müssen; dass dies Tatsachen einer menschenrechtsverletzenden US-Außenpoltik unter Bush sind, ist wohl mehr als erwiesen und in meinen Augen eher als Kriegsverbrechen zu werten.
    Sicherlich ist auch die pauschal-formulierte Aussage Lafontaines, „die Amerikaner seien Terroristen“, „kritikwürdig“.
    Auf der anderen Seite haben die USA in Afghanistan offensichtlich ein „Terrorregime beseitigt“, dass sie selber jahrelang finanziell und logistisch unterstützten, wie allgemein bekannt sein dürfte. Auch erscheint mir der Ansatz „kritikwürdig“, dass die USA in den betroffenen Ländern lediglich mit Gewalt „eine Demokratie etablieren wollten“(welche Art von Demokratie das auch immer sein mag), was an sich schon paradox anmutet.

  7. Denk eine Runde weiter. Warum wollen den die „ach so netten“ Amerikaner (nicht das ganze Volk nur die Wähler der akt. Regierung) denn eine Demokratie in diesem oder jenem Staat aufbauen? Gibt viele taktische Gründe. Und „Demokratie“ ist auch zweifelhaft. Eher wollen sie weiter Vassallenstaaten wie wir kuschenden Deutschen einer sind. Wenn wir noch alle Englisch reden sind wir Amiland #2 nur nicht ganz so fettleibig – aber nah dran…

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