Kofler hat sich verzockt! Nun will er die Zweitrechte

Georg Kofler, Geschäftsführer der Premiere GmbH, erlebte in der
Nacht zum 21.12.05 seinen persönlich schlimmsten Albtraum. Die deutsche
Fussballliga vergab die TV- Rechte für die Nächsten drei Jahre nicht an
Premiere, an die Firma Arena, hinter der die Kabelgesallschaften iesy,
ish und Telecolumbus stehen. Premieres Image, dessen Börsengang und der
Gewinn von neuen Abonnenten, alles wurde mit einem Schlag zerstört.
Verantwortlich für diese Pleite war/ist Georg Kofler, der mit einem
Angebot weit über 300 Millionen € alle Konkurrenten ausstechen wollte.
Mehr Geld, für mehr Exklusivität war Koflers Motto. Er war nicht
bereit zu teilen und die Quittung bekam er postum.

DFL entscheidet sich zu Gunsten der Fans

„Wir
häten gerne weiter mit Premiere zusammengearbeitet, doch da Kofler
allein für das Szenario bot, das angetan war, die „Sportschau” der ARD
zu vernichten, war eine Einigung nicht möglich“, sagte die DFL auf der
Pressekonferenz. Damit verzichtete man auf viele Millionen € für die
Bundesliga- Clubs. Jedoch sah die DFL nicht ein, dass es Fussball
fortan nur über
Pay-
TV zu sehen geben sollte. Nun mimt Kofler
den Kämpfer und Unerschütterlichen. Dieser Optimismus ist gar nicht
unangebracht. Kofler ist ein Krisenmanager erster Güte( er führte
Premiere erstmalig seiner Geschichte in die Gewinnzone)
und  verbreitet aufgrund der kompletten Champions League-,
WM`06- und internationalen Fussball Übertragungsrechte
eine positive Grundstimmung.

Berechtigte Hoffnung auf Zweitrechte

Die
Verhandlungen mit Arena über die Sublizensierung stehen noch an.
Premiere werden gute Chancen eingeräumt sich das TV- Paket doch noch zu
sichern. Für Arena könnte es erdenklich kompliziert werden, in den
nächsten 6 Monaten ein tragfähiges Konzept aufzubauen. Viele Fragen
sind noch offen.

Können
in bis zum Sommer genügend neue Kunden aquiriert werden? Wie schaut es
mit der sportlichen Übertragungskompetenz aus? Können Moderatoren von
ARD, ZDF oder Premiere abgeworben werden? Einen Überdruss an
sportlichen Fachmännern gibt es für solch ein komplexes Projekt wie der
Bundesliga nämlich nicht. Die Konkurrenz würde nur sehr ungerne ihre
Topleute an die Konkurrenz abgeben…Dies wäre also nur der Anfang einer
großen Liste an Fragen. Aus diesem Grunde würde ein Weiterverkauf Sinn
machen. Premiere hat das nötige Know- How und das Gerüst steht schon
seit Jahren. Finanziell würde Arena bestimmt keine Abstriche
machen müssen und Premieres Griff in die Tasche würde nicht mehr allzu
tief ausfallen, da sie nun keine exklusiven Erstrechte besitzen. Behält
dafür aber die 3,4 Millionen Abonnenten.

Hoffnung auf Anstieg des Börsenkurs

Was denken sie?

Ich
weiß, dass ich kurz davor war meine Premiere-  Aktien nach dem
dramatischen Kursabsturz zu verscherbeln. Mit dem Verlust wollte ich
mich jedoch nicht abfinden. Nun bin ich aus oben geschilderten Gründen
guter Dinge, dass Herr Kofler seinen Bock wieder ausmerzt. Die Fans
werden glücklich sein, Premiere bleibt Deustchlands kompetentester
Fussballsender und Anleger werden entzückt sein, dass sie ihre Aktien
behalten oder neuerdings in diese investiert haben. Falls die
Geschichte für Premiere letztendlich doch nach hinten losgeht, werde
ich meinen journalistischen Spürsinn in Frage stellen. Für Verluste am
Aktienmarkt werde ich aber nicht aufkommen.

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