Jogis Luxusproblem – Die deutsche Nationalelf so gut besetzt wie nie zuvor?

Bereits während der WM 2011 war der damals frischgebackene Kapitän des DFB-Teams Phillip Lahm bereit zu behaupten er spiele zurzeit in der besten Nationalmannschaft seit seines Debuts. Die Leistungen während der WM haben ihn bestätigt. Nach der WM in Südafrika hat sich Löws Mannschaft entgegen den Erwartungen vieler vermeintlicher Experten weiter verbessert und sich in die Rolle des Mitfavoriten um den EM-Sieg 2012 in Polen und der Ukraine gespielt. Dank eines Kaders, der über eine enorme Breite an guten, technisch versierten und modernen Spielern verfügt. Auch daher spricht Meister-Coach Jürgen Klopp von einer „brutal schwierigen Entscheidung“ in puncto EM-Nominierung – Löw hat ein Luxusproblem.

Gleiche Aufstellung wie immer?

Eigentlich kann man die deutsche Nationalelf von 2010 problemslos heute noch in einen Wettbewerb schicken. Das Gerüst von 2010 steht noch, alle Spieler, mitausnahme von Arne Freidrich, sind fit und einsatzbereit. Die Leistungen von Spielern wie Podolski, Müller, Özil & co. geben eigentlich keinen Anlass über Neubesetzung oder neue Aufstellung auch nur nachzudenken. Doch durch die vielerorts verbesserte Jugendarbeit der deutschen Vereine stehen Löw nicht nur Ergänzungen sondern echte Alternativen zur verfügung. Die deutsche Nationalelf verfügt über weitaus mehr Talente als jemals zuvor. So wäre beispielweise ein hochtalentierter und bereits als Jahrhundertalent bezeichneter Akteur wie Toni Kroos in der Vergangenheit vermutlich längst ein wichtiger Teil des Teams geworden, hätte Verantwortungen übernehmen müssen und sich vermutlich anders entfaltet. Das Löw jetzt in der Situation ist einen Kroos, Götze, Schürrle oder Reus nicht prompt zu verheizen tut der Mannschaft gut. So können die jungen Spieler angemessen in den Kreis der erfahrenen Aufrücken und ergänzen anstatt zu ersetzen. Nur so kann man eine Mannschaft wirklich verbessern.

Deutsche Nationalelf: noch nie so vielfältig und unverwundbar

Der moderne Spielertypus, welcher sich als Teil eines arbeitenden Kollektivs versteht, prägt das Bild der Mannschaft stark. Dadurch bekommt die deutsche Nationalelf eine selten da gewesene Vielfältigkeit und Unverwundbarkeit. Nur so können Löw und sein Team ernsthaft versuchen den Titel ins Auge zu fassen. Viele Faktoren sprechen nun für das Team. Neben der Vielfältigkeit, welche mit Verletzungspech fertig werden kann, stehen Punkte wie die Erfahrung der einstmals „jungen Wilden“, der starke Bayern-Block und die Qualität von Spielern, die mittlerweile bei ausländischen Spitzenklubs Leistungsträger sind (Özil, Mertesacker, Klose). Diese Mischung wird den Ansprüchen eines Titelfavoriten gerecht und das Team scheint mit jeden Tag und jedem hinzukommendem Spieler besser zu werden.

Eine Meinung

  1. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die deutsche Nationalmannschaft an Ihre eigene ûberheblichkeit stolpern wird. Ja, die Mannschaft ist wahrlich sehr gut aufsgestellt, aber den Titel im nächsten Sommer zu holen, wird kein Selbstläufer. Die Truppe ist mit vielen zu jungen Spielern bestückt und ich sehe eher die Spanier als die Sieger. Den Weltmeisterschaft-Titel 2014 könnte dann aber für eine etwas reifere Mannschaft machbar sein

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